PodcastEdding-Geschäftsführer Ledermann: „Wir sind in einem sexy Bereich!“

Ein Mann wird im Tattoostudio der Firma Edding tätowiertdpa

2020 saß ein Großteil der Menschen zu Hause, und die Büros waren leer. Ein harter Schlag für den Schreibwarenhersteller Edding, der vor allem durch seine Whiteboard-Marker bekannt ist: Das Unternehmen machte 125,7 Mio. Euro Umsatz, 16 Millionen weniger als im Vorjahr. „Natürlich ist das kurzfristig eine Riesenherausforderung für uns alle“, sagt Per Ledermann im Podcast „Die Stunde Null“. Der Geschäftsführer von Edding und Sohn des Mitgründers Volker Ledermann ist davon überzeugt, „dass der klassische Hardwareverkauf für das Büro weiterhin niedriger sein wird“ und dass „die Welt nie wieder so aussehen wird wie vor der Krise“.

Dennoch kann diese Veränderung nach Ansicht Ledermanns auch als Chance gesehen werden: „Wir haben auch jahrzehntelang in einer Branche gearbeitet, die eher ein bisschen verstaubt und langweilig war. Jetzt reden wir über Future of Work. Und wie cool ist das eigentlich, in einem solchen sexy Bereich zu sein?“ Gemeint ist: Edding versucht sich längst jenseits von Stiften und probiert es mit völlig anderen Produkten. Unter anderem hat eine Tochter des Unternehmens eine Tinte entwickelt, die digitale Informationen enthalten kann. Diese können dann von einem Smartphone gelesen werden.

Edding ist auch in anderen Bereichen präsent, manche eher unerwartet – etwa Nagellack oder Tattoo-Tinte. Diese Erweiterung ist das Werk von Ledermann, der seit seiner Übernahme als Chef im Jahr 2004 versucht, Edding Schritt für Schritt weg vom Büroartikelhersteller hin zu neuen Produkten zu führen. Diese Strategie hat dem Unternehmen geholfen, der Krise zu trotzen. Die Produkte für das kreative Gestalten für zu Hause zum Beispiel wurden während der Pandemie stark nachgefragt, „weil die Menschen nicht in Urlaub gefahren sind und stattdessen eben die Zeit zu Hause verbracht haben“, sagt Ledermann.

Hören Sie außerdem in der neuen Folge von „Die Stunde Null“,

  • ob auch die Edding-Mitarbeiter von zu Hause aus arbeiten durften,
  • ob Ledermanns Vater sich seit der Übernahme noch ins Geschäft einmischt,
  • welche neuen Produkte Edding plant.

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