FintechDas Wachstumsdilemma von N26

Symbolbild N26Getty Images

Bald brechen die letzten Tage für Max Hansen bei N26 an. In den vergangenen Monaten hat er als Teil eines kleinen Teams in São Paulo den Start der Smartphonebank in Brasilien vorbereitet. Nach den USA arbeitet Deutschlands wichtigstes Fintech derzeit unter Hochdruck am Launch in Lateinamerika. Doch in Brasilien läuft nicht alles nach Plan. Das zeigt nicht zuletzt der Abgang von Hansen, der in Wirklichkeit anders heißt, nicht über Details spricht und mit seinem echten Namen lieber nicht in der Presse stehen will.

Die Expansion in immer neue Märkte ist ein zentraler Teil der Geschäftsstrategie von N26. Schon in ihrem ersten Pitchdeck machten die Gründer Maximilian Tayenthal und Valentin Stalf ihre internationalen Ambitionen deutlich. Sieben Jahre später verzeichnet das Fintech fünf Millionen Kunden in 26 Ländern, Investoren bewerten das Unternehmen mit 3,5 Mrd. Dollar. Das Wachstum ist rasant, mehrere tausend Kunden melden sich pro Tag bei der Bank an.

Doch dieses hohe Tempo gelang in den vergangenen Jahren maßgeblich durch eine rasante regionale Expansion. Wie eine Auswertung von Finance Forward zeigt, flacht das Wachstum in den einzelnen Kernmärkten regelmäßig nach einiger Zeit wieder ab. N26 muss nun beweisen, dass es weiter schafft, das Tempo aufrecht zu halten. Schließlich ist das ausgegebene Ziel, irgendwann die 100-Millionen-Kundengrenze zu knacken. Aber gerade jetzt läuft nicht alles nach Plan.

Wie sich das N26-Wachstum der vergangenen Jahre zusammensetzt und wo nun Probleme für die Smartphonebank lauern, das lesen Sie heute auf Finance Forward, dem neuen Finanzportal von Capital und OMR. Für den täglichen Newsletter können Sie sich hier anmelden.