Handel Die wichtigsten Waren im Handel mit Russland

Deutschland hat 2021 aus Russland Metalle im Wert von 4,5 Milliarden Euro eingeführt. Das entsprach laut der Statistik im Vergleich zum Vorjahr einem Anstieg um 72,1 Prozent.
Deutschland importiert unter anderem Metalle aus Russland
© IMAGO / SNA
Russland ist im Außenhandel mit Deutschland der Gewinner. Die BRD hat 2021 über 50 Prozent mehr für Importe bezahlt. Diese Waren dominieren den deutsch-russischen Handel

Der Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine stellt den Handel mit dem Aggressor auf den Prüfstand. Ob und wie sich das bereits auf die Außenhandelsbilanz 2022 auswirken wird, bleibt abzuwarten. Für 2021 stellte das Statistische Bundesamt (Destatis) jedenfalls noch fest: Trotz wachsender politischer Spannungen hat der Handel zwischen Deutschland und Russland gegenüber dem ersten Pandemiejahr 2020 wieder deutlich zugenommen.

Aufwärts ging es insbesondere für die Importe aus Russland. Vor allem stark gestiegene Energiepreise trieben den Wert um 54,2 Prozent auf 33,1 Milliarden Euro nach oben. Der Wert der nach Russland ausgeführten Waren erhöhte sich vergleichsweise moderat um 15,4 Prozent auf gut 26,6 Milliarden Euro. „Damit lag der Außenhandelsumsatz zwischen Deutschland und Russland 3,4 Prozent über dem Vorkrisenniveau des Jahres 2019“, bilanzierte die Behörde.

Die wichtigsten Handelswaren

Russland bekam also mehr Geld für nach Deutschland exportierte Waren, als es für von dort eingeführte Produkte bezahlte. Dieses Kräfteverhältnis prägt seit Anfang der 90er Jahre den Außenhandel der beiden Länder. Deutschland hatte 2020 erstmals seit fast 30 Jahren einen Exportüberschuss erzielt. „Ein Grund dafür: Im ersten Corona-Jahr war vor allem der Wert der Rohöl- und Erdgasimporte deutlich gesunken“, informierte Destatis. 2021 aber hat sich der Trend umgekehrt.


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