Corona-KriseDas sind die größten deutschen Fleischkonzerne

Der ostwestfälische Fleischkonzern Tönnies ist Mittelpunkt eines Corona-Clusters. Der Betrieb im Stammwerk in Rheda-Wiedenbruck steht still, normalerweise werden hier wöchentlich 140.000 Schweine geschlachtet. Für die Kreise Gütersloh und Warendorf verhängte Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet Kontaktbeschränkungen, die noch bis zum 7. Juli gelten sollen.

Neben Tönnies kämpfen mehrere andere Schlachtbetriebe mit Corona-Ausbrüchen. Die umstrittenen Arbeitsbedingungen in der deutschen Fleischindustrie wurden in den letzten Jahren immer wieder thematisiert. Es sind vor allem ausländische Vertragsarbeiter, die auf engstem Raum zusammenarbeiten und in Sammelunterkünften auf engstem Raum wohnen. Abstand halten fällt hier schwer.

Tönnies und andere Fleischkonzerne wollen nun die Praxis der Werkverträge mit Subunternehmern beenden. Die Mitarbeiter sollen künftig direkt bei den Unternehmen angestellt werden. Auch was die Unterbringung anbelangt, versprechen die Konzerne Besserung. Auch die Politik macht Druck: Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) will Werkverträge per Gesetz verbieten.

Was die künftigen Spielregeln für die Unternehmen und die gesamte Branche bedeuten, wird sich zeigen. Momentan sind die Kräfteverhältnisse eindeutig.

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