BriefingBig Picture: Alles zu Chinas globalem Aufstieg

China ist auf dem Vormarsch.
China ist auf dem Vormarsch. dpa

Chinas Einkaufstour im deutschen Mittelstand, die Diskussionen um den Telko-Produzenten Huawei, das Seidenstraßen-Projekt – allesamt Puzzle-Stücke, die wie ein Weckruf im Westen wirkten. Chinas Ambitionen wachsen rasant. Und in Washington, Brüssel und Berlin wird in der Folge die Haltung gegenüber dem asiatischen Riesen nun neu justiert. Wir haben fünf Capital-Artikel zusammengestellt – mit ausführlichen Hintergründen und Analysen zu Chinas Expansionsstrategie und dem neuen Wettstreit mit dem Westen.

#1 Warum zwischen den USA und China ein Kalter Krieg tobt

Während Europa sich noch weitestgehend zurückhält, reagieren die USA auf Chinas Dominanz mit Handelsattacken. Dabei geht es schon längst um mehr als nur die Wirtschaft: Die zwei Supermächte kämpfen um die globale Vorherrschaft, auch in Bereichen wie Technologie und Militär. Warum der Handelsstreit zu einem Kalten Krieg eskalieren könnte und wie Europa zwischen den Fronten steht, zeigt ntv.de-Autor Hannes Vogel in seiner Analyse.

Chinas Staatschef Xi und US-Präsident Trump 2017 in Peking
Chinas Staatschef Xi und US-Präsident Trump 2017 in Peking

#2 Projekt Seidenstraße: Chinas neuer Plan

Unter der Bezeichnung neue Seidenstraße investieren die Chinesen bis zu eine Billion Dollar in Infrastrukturprojekte auf der ganzen Welt – Häfen, Eisenbahnen, Pipelines, Brücken. So sollen neue Handelswege geschaffen und neue Absatzmärkte erschlossen werden. Doch die Neue Seidenstraße bedeutet noch viel mehr. In ihrer mit dem deutschen Journalistenpreis ausgezeichneten Reportage erzählen Georg Fahrion, Claus Hecking und Volker Pabst die Geschichte der Restauration eines Weltreichs.

In Pakistan wird ein Tunnel durch das Karakorum-Gebirge gebaut – als Teilstück der Fernstraße nach China
In Pakistan wird ein Tunnel durch das Karakorum-Gebirge gebaut – als Teilstück der Fernstraße nach China

#3 Spektakuläre chinesische Übernahmen in Deutschland

Als im Sommer 2016 der chinesische Midea-Konzern den Augsburger Roboterbauer Kuka übernahm, war die Aufregung groß – man fürchtete strategisch wichtige Technologie gehe verloren. Dabei sollte Kuka nicht die einzige hochkarätige Übernahme bleiben, die Chinesen waren auf Einkaufstour in der deutschen Wirtschaft. Welche Firmen-Zukäufe noch besonders spektakulär waren, zeigt diese Bilderstrecke.

Auch Osram gehört zu den Firmen, die von Chinesen übernommen wurden.
Auch Osram gehört zu den Firmen, die von Chinesen übernommen wurden.

#4 Das Ende der Naivität? Der Umgang des Westens mit China

China ist in Europa auf dem Vormarsch: Chinesische Unternehmen übernehmen Mittelständler wie Kuka, der chinesische Tech-Konzern Huawei drängt auf den Mobilfunkmarkt und unter dem Schlagwort Neue Seidenstraße planen die Chinesen massive Investitionen in Infrastrukturprojekte in Europa. Der Westen reagiert misstrauisch. In Deutschland entwirft der Bundeswirtschaftsminister eine Industriestrategie, die das Land für den Wettstreit mit China wappnen soll, die USA haben gleich einen Handelsstreit entfacht. Schon vor einiger Zeit haben zu diesem Thema zwei China-Kenner und ein Lobbyist diskutiert – hier lesen Sie das ganze Streitgespräch.

China-Experte Mikko Huotari, IT-Spezialist Jan-Peter Kleinhans und Patrick Berger von Huawei (v. l.) im exklusiven China Club Berlin. Der Private-Member-Club bietet seit 2003 neben Restaurant und einer Bar auch private Suiten
China-Experte Mikko Huotari, IT-Spezialist Jan-Peter Kleinhans und Patrick Berger von Huawei (v. l.) im exklusiven China Club Berlin. Der Private-Member-Club bietet seit 2003 neben Restaurant und einer Bar auch private Suiten

#5 Was der Westen China entgegensetzen kann

China prescht voran und der Westen schwankt zwischen Faszination und Sorge. Während im Reich der Mitte Unicorns, Technologie-Firmen und Bio-Technologie scheinbar aus dem Boden sprießen, verharrt die Bundesregierung in Schockstarre. Dabei könne der Westen den Chinesen durchaus etwas entgegensetzen, findet der Start-up-Investor und Capital-Kolumnist Benedikt Herles in seiner Kommentar.

Benedikt Herles
Benedikt Herles