VG-Wort Pixel

Podcast „Wir verändern die Arbeitsweise des Anwalts massiv“

Right Now-Gründer Benedikt Quarch (r.) mit den Mitgründern Phillip Eischet und Torben Antretter
Right Now-Gründer Benedikt Quarch (r.) mit den Mitgründern Phillip Eischet und Torben Antretter
© PR
Die Frage, ob sich ein Gerichtsprozess lohnt, ist oft mit viel Unsicherheit behaftet. Wie ein Algorithmus hier Abhilfe schaffen kann, erklärt Benedikt Quarch, Mitgründer von Right Now in „So techt Deutschland“

Künstliche Intelligenz, Blockchain oder Social Bots – Die Zukunft ist digital. Aber wie digital ist eigentlich Deutschland? Im Podcast „So techt Deutschland“ gewähren die besten Digitalexperten Einblicke in die Tech-Szene.

ntv Nachrichten · #52 Wird KI bald den Anwalt ersetzen?

Der Flug hat Verspätung, man wird kurzfristig krank oder der Flug fällt kurzerhand aus. So ärgerlich diese Erlebnisse für Airline-Kunden sind, so umständlich ist es manchmal zumindest den finanziellen Schaden zu begrenzen. Denn nicht immer zeigen sich die verantwortlichen Unternehmen kulant.

Auch Right-Now-Mitgründer Benedikt Quarch machte diese Erfahrung, als er einen Flug zu Freunden nicht antreten konnte. Denn die verantwortliche Airline wollte ihm das Geld erst nicht erstatten. Der damalige Jurastudent wälzte daraufhin Gesetzestexte, zog vor Gericht – und gewann. 2017 gründete Quarch mit seinen Schulfreunden Philipp Eischet und Torben Antretter das Start-up.

Quarch: Je mehr Daten, desto treffsicherer die Analyse

Das Geschäftsmodell: Right Now kauft rechtliche Ansprüche von Airline-Kunden gegen Fluggesellschaften und klagt sie vor Gericht ein – auf eigenes Risiko. „Das haben wir in den ersten Monaten lernen müssen“, erinnert sich Quarch. Am Anfang verlor das Unternehmen einige hunderttausend Euro durch verlorene Klagen.

Heute ermittelt ein Algorithmus die Erfolgschancen im Vorfeld. Er prüft Fälle auf Validität und Risiko. Dazu habe man über Jahre hinweg eine Datenbank zu Gerichtsurteilen aufgebaut, erklärt Quarch. Dadurch wisse man genau, „wenn wir klagen müssen, wie lange wird es dauern und zu wie viel Prozent Wahrscheinlichkeit werden wir gewinnen.“ Je mehr Daten zur Verfügung stehen, desto treffsicherer werde die Analyse.

Zwar glaubt Quarch nicht, dass es bald keine Anwälte mehr gebe, trotzdem werde die Technik immer mehr Einzug halten. Auch sein Unternehmen trägt zu diesem Wandel bei. „Wir verändern die Arbeitsweise des Anwalts massiv“, sagt Quarch.

Welche Rolle Carsten Maschmeyer bei seinem Start-up spielt und was Künstliche Intelligenz für den Anwaltsberuf bedeutet, erzählt Benedikt Quarch in der neuen Folge von „So techt Deutschland“.

Alle Folgen von „So techt Deutschland“ finden Sie in der n-tv App , bei Audio Now , Apple Podcasts , Deezer, Soundcloud und Spotify . Für alle anderen Podcast-Apps können Sie den RSS-Feed verwenden. Nehmen Sie die Feed-URL und fügen Sie „So techt Deutschland“ einfach zu Ihren Podcast-Abos hinzu.


Mehr zum Thema



Neueste Artikel