LifestyleDie 4 peinlichsten Modefehler von Chefs

Symbolbild: Socken und Anzüge
Symbolbild: Socken und AnzügeGetty Images

Je höher man auf der Karriereleiter klettert, desto heikler wird die Wahl des Outfits. Ein Fauxpas ist natürlich nicht das Ende der Welt. Aber anhaltende Fehleinschätzungen in Stilfragen können sich nachteilig auf das Image auswirken. Leider hält sich mancher Mode-Mythos hartnäckig oder wird schlicht nie hinterfragt. Die Reddit-Gruppe „MaleFashionAdvice“ hat mehr als 1,4 Millionen Mitglieder. Einige von ihnen haben die am weitesten verbreiteten Missverständnisse über Herrenmode zusammengetragen. Die folgenden Dresscode-Fehler sind ganz besonders für Chefs von Interesse.

Modefehler #1: Mit einem schwarzen Anzug bin ich immer gut angezogen

Diese Einschätzung stimmt leider nur für ganz bestimmte Berufsgruppen. Im normalen Geschäftsleben gelten Grau oder Dunkelblau als die vielseitigsten Farben für Anzüge. Schwarz ist eher festlichen Anlässen vorbehalten. Ein schwarzer Anzug kann mit dem richtigen Styling im Alltag seinen Platz haben, gerade in der Führungsetage eines Unternehmens. Auch bei einem Vortrag vor großem Publikum mag der schwarze Anzug die Autorität des Redners unterstreichen. Wer aber auf Nummer sicher gehen möchte und vielleicht nur ein, zwei Anzüge im Schrank hat, sollte lieber auf weniger extreme Farben setzen.

Modefehler #2: Schlips und Einstecktuch müssen aus demselben Stoff sein

Das Einstecktuch ist schon die höhere Schule beim Büro-Outfit. Richtig getragen kann das traditionelle Accessoire in der Brusttasche des Sakkos ein Outfit ungemein aufwerten. Hier lässt sich aber auch sehr viel falsch machen. Zwar scheint es irgendwie naheliegend zu sein, dass Krawatte und Einstecktuch aus demselben Stoff sein sollten. Experten überkommt bei diesem Anblick aber Schaudern. Das exakt gleiche Muster ist bei Schlips und Einstecktuch tabu. Letzteres sollte das Design von Schlips oder Hemd nur aufgreifen – etwa, indem Sie ein Tuch in einer der Farben aus dem Muster der Krawatte wählen. Sie dürfen aber gern auch mit Gegensätzen arbeiten. So oder so ist beim Einstecktuch modisches Fingerspitzengefühl gefragt.

Modefehler #3: Eng ist modern

Spätestens seit sich Modedesigner Karl Lagerfeld eine Extremdiät verordnete, um in die schmalen Anzüge seines Kollegen Hedi Slimane zu passen, ist der „Slim Fit“ auch in der Business-Mode angekommen. Der körperbetonte Schnitt wirkt jugendlich und modern. Schmal ist aber nicht dasselbe wie eng. Wer also den Anzug einfach ein, zwei Konfektionsgrößen kleiner kauft, endet eher beim Konfirmanden-Look. Bei einem schmalen Anzug kommt es vielmehr ganz besonders auf den guten Schnitt und perfekten Sitz an, damit er Eindruck macht. Wem das zu anstrengend (oder zu teuer) ist, der sollte lieber zur klassischen Silhouette greifen.

Modefehler #4: Mehr ist mehr

Überkompensieren aus Unwissenheit ist in Modefragen keine Seltenheit. Wer gern Eindruck schinden möchte, neigt schnell dazu, das Outfit zu überfrachten. Ein klassischer Fehlgriff ist in dieser Hinsicht die Weste. Richtig getragen kann sie ein Volltreffer sein. Aber ihre bloße Anwesenheit ist noch lange kein Garant für ein höherwertiges Outfit. Im Gegenteil kann „Updressing“ bei mangelndem Stilbewusstsein schnell nach hinten losgehen. Im Zweifelsfall sollte deshalb die Devise lauten: Weniger ist mehr. Das Geld kann dann lieber in einen höherwertigen Anzug oder ein maßgeschneidertes Hemd investiert werden.