UhrenLuxusuhren: Vier CEOs über Gestern und Zukunft

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Stephane Waser, Maurice Lacroix
Stephane Waser, Maurice Lacroix

STEPHANE WASER, MAURICE LACROIX
„Früher hat man hauptsächlich auf und rund um eine Messe wie die BaselWorld seine Neuheiten kommuniziert, Gespräche mit Händlern und Journalisten geführt. Jetzt sind durch soziale Medien und Influencer alle News quasi in Echtzeit vom Messestand in der ganzen Webwelt „live“. Ein Strohfeuer, das rasch verglüht ist. Deshalb verfolgen (nicht nur) wir aktuell eher eine Art Drei-Monats-Strategie und gehen in diesem Intervall gezielt mit neuen Modellen an alle wichtigen Kunden und Multiplikatoren heran.

2019 ist überhaupt sehr spannend, vor allem politisch und damit eben auch wirtschaftlich. Die Stichworte kennen wir alle: Brexit, Handelskrieg der USA mit China und so weiter. Das setzt uns unter Druck, gerade in nicht einfache aber geschäftlich reizvolle Märkte einzusteigen und die richtigen Partner mit bester Reputation und großer Marktkenntnis zu finden. Ein Beispiel ist Katar, wo zudem noch gewisse Embargos greifen. Ein anderes Beispiel ist Indien, wo wir aktuell versuchen, Fuß zu fassen. Über zwei Jahre lang haben wir intensiv gesucht und Gespräche geführt, jetzt ist Maurice Lacroix bei sechs Händlern und insgesamt 15 Verkaufspunkten im Programm. Gerade das moderat bepreiste Sortiment rund um das Modell „AIKON“ ist dort ideal positioniert.

Derweil bleibt Deutschland für uns schon aus der Firmentradition heraus extrem wichtig, unser Team hier ist so groß wie die gesamte europäische Mannschaft. Eigene Läden zu eröffnen, von dieser Idee haben wir uns wieder verabschiedet, denn Maurice Lacroix ist und bleibt eine erfolgreiche Händlermarke.“