AutobiografieJean-Remy von Matt - Facel Vega HK 500

Jean-Remy von Matt ist Mitgründer der Agentur Jung von Matt. Zu den Kunden gehört neben BMW seit 24 Jahren Sixt.
Jean-Remy von Matt ist Mitgründer der Agentur Jung von Matt. Zu den Kunden gehört neben BMW seit 24 Jahren Sixt.Roman Pawlowski

Für Jean-Remy von Matt ist dieses Auto ein Kindheitstraum: „In meinem Autoquartett war der Facel Vega das stärkste Modell.“ Vor zehn Jahren sahen er und seine Frau in Los Angeles durch Zufall einen Facel Vega HK 500 bei einem Händler. „Meine Frau hat den Wagen hinter meinem Rücken blind gekauft und mich damit überrascht.“ Seither gehört das seltene Stück zum Inventar des Werbers.

Den 65-jährigen Schweizer zogen automobile Exoten schon immer an. In Zürich aufgewachsen, kam er auf dem Schulweg stets an einer Privatklinik vorbei, „da standen ständig die schönsten und teuersten Autos der Welt – Ferrari 250, Studebaker Avanti und eines Tages ein Facel Vega“. Heute wissen nur noch Kenner um die Hintergründe der untergegangenen Marke. „Dieses Auto eignet sich nicht, um junge Frauen zu beeindrucken, sondern nur alte Männer.“ Facel Vega, das war der letztlich gescheiterte Versuch, eine französische Luxusmarke auch im Automobilbau zu etablieren. Pablo Picasso, Ava Gardner und François Truffaut fuhren eines der stattlichen Coupés mit Chrysler-Motor und 350 PS.

Spezialität des Autos: ein kunstvoll bemaltes Armaturenbrett, das wie Wurzelholz aussieht. 1961 gebaut, ist von Matts Exemplar eines der letzten – und wird viel zu selten bewegt. Denn eigentlich fährt er nicht gern alte Autos. „Ich bin fasziniert von modernen Wagen wie dem 7er-BMW.“ Ein Auto, das bedeute für ihn „Freiheit, Unabhängigkeit, Geborgenheit“. Und Privatsphäre: „Mit den Kindern mal 30 Minuten ungestört zu reden, das geht nur im Auto.“