TourismusDas sind die größten Kreuzfahrtschiffe der Welt

935 Corona-Infizierte gab es Ende Februar 2020 in Japan. 705 von ihnen stammten vom Kreuzfahrtschiff „Diamond Princess“. Nachdem einige Infektionsfälle bekannt geworden waren, mussten alle Menschen an Bord über zwei Wochen lang im Hafen Yokohama vor den Toren Tokios in Quarantäne verharren. Kranke wurden nicht isoliert, das Virus verbreitete sich ungehindert. Sechs Menschen starben. Der Erreger war möglicherweise über einen in Hongkong zugestiegenen Passagier eingeschleppt worden.

Kreuzfahrten in Corona-Zeiten

Die „Diamond Princess“ wurde zu Beginn der Pandemie weltweit zum Schreckgespenst, wie Kreuzfahrtschiffe das neuartige Coronavirus verbreiten können. Ende März hinderten Bewohner der Insel La Reunion aus Angst vor Ansteckung Passagiere daran, ihr Schiff zu verlassen. Mittlerweile haben Reedereien wieder den Betrieb aufgenommen. Sie beschränken sich zunächst auf Kurzreisen auf Nord- und Ostsee und verzichten auf volle Auslastung – wenn denn überhaupt genügend Passagiere buchen wollen.

Gäste müssen mit Abstandsregeln, Gesundheits-Checks, Wegeleitsystemen und ohne Buffets leben. Ob sich die Branche ausreichend auf einen Neustart vorbereitet ist, bezweifelte Tourismusexperte Alexis Papathanassi Mitte Juli im „Spiegel“ und warnte: „Wenn es wieder einen Corona-Ausbruch gäbe, wäre das Branchenselbstmord.“

Die größten Kreuzfahrtschiffe der Welt

Zwar hatte die Kritik an den CO2-Schleudern auf den Weltmeeren und den verheerenden Folgen des Massentourismus auf die Zielorte in letzter Zeit zugenommen. Vor Covid-19 hatte die Branche aber noch voll auf Wachstum gesetzt. Vier der zehn größten Kreuzfahrtschiffe der Welt liefen allein 2019 vom Stapel. Die Besitzer dieser Kreuzfahrtschiffe sind besonders von den Folgen der Corona-Krise auf die Branche betroffen.