Businessmode3 unnötige Mode-Fehler im Büro

Symbolbild: Socken und Anzüge
Symbolbild: Socken und AnzügeGetty Images

Dresscode-Sünde #1: Schlampig

Ungepflegt, dreckig, inakzeptabel. Darüber brauchen wir nicht zu reden. Schlampigkeit beim Outfit kann aber auch bedeuten: Hier wurde nicht mitgedacht. Wer seinem Kollegen mal unwillentlich von hinten beim Bücken bis in dunkelste Körperecken gucken musste, wird das so schnell nicht überwinden. Kann Ihnen der sonst so freundliche Mitarbeiter plötzlich nicht mehr in die Augen schauen? Vielleicht ist die eng geschnittene Hose mit dem tiefen Bund doch keine so gute Idee. Es kommt auch schon mal vor, dass ein generell reinlicher Kollege mit seinen Körperausdünstungen das halbe Großraumbüro benebelt und sich dessen gar nicht bewusst ist. Vielleicht fährt er ja gern mit dem Rennrad ins Büro. Bravo. Aber dann sollte er bitte sicherstellen, dass vor Arbeitsbeginn die angemessene Körperpflege eingelegt wird. Danke.

Dresscode-Sünde #2: Anbiedernd

Eine der Säulen der Digitalisierung? Infantilität. Netter gesagt: Spieltrieb. Nichts gegen ein gutes Meme. Aber ist „I Can Has Cheezburger?“ wirklich der legitime Nachfolger von Loriots „Mein Ei ist hart?“. Im Zeitalter von Hashtags und Instagram-Stories-Filtern (Snapchat, who?) ist es leicht, sich für wahnsinnig originell zu halten. Von „originell“ ist es dann leider nur ein kurzer Gedankensprung zu „jung“ und „hipp“. Ein riesiger Industriezweig profitiert in Form von T-Shirts mit vermeintlich ironisch-lustigen Aufdrucken davon. Doch wie originell kann ein „Made in China“-Massenprodukt wohl noch sein? Von „The North Remembers“ im North-Face-Stil für „Game of Thrones“-Fans über „#thuglife“ bis zu jeglichen Kombinationen von Katzen und Regenbögen/Sternennebeln/Pizza gilt: Lediglich absolute Ausnahmeköpfe überstehen dieses Mode-Statement, ohne dass die Wertschätzung der Kollegen Schaden nimmt.

Dresscode-Sünde #3: Mir doch egal

Mode ist Ausdruck der Persönlichkeit. Aber nicht jede Persönlichkeit interessiert sich für Mode. Kein Problem. Allerdings ist Bekleidung auch Ausdruck des Respekts für die Umwelt im Allgemeinen und Kollegen im Besonderen. Sie mögen Mode für oberflächlich und überbewertet halten. Das ist dann ein Argument für zeitlose Outfits, bei denen Sie sich von einem Fachmann beraten lassen. Sie schneiden sich ja (vermutlich) auch nicht die Haare selbst, oder? Ein Desinteresse in Modefragen ist aber keine Rechtfertigung dafür, 20 Jahre später auf dem Konfirmandenanzug („Er ist noch tadellos!“) oder die speckigen Joggingtreter („Ich mache mir nichts aus Statussymbolen“) zu bestehen. Man kann so rumlaufen. Aber dann bitte schön mit dem Bekenntnis zum wahren Grund: Geiz. Wahlweise auch Faulheit.