RecruitingWie Sie einen Headhunter anlocken

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Je spezieller und schwieriger eine bestimmte Aufgabe ist, desto weniger Kandidaten kommen dafür meist in Frage und sind auf dem Arbeitsmarkt zu haben. Mit Stellenausschreibungen und gängigen Auswahlprozessen kommen Unternehmen dann oft nicht weiter – oder nicht schnell genug. Stattdessen kommen professionelle Personalvermittler zum Zuge. Mit diesen 4 Tipps kann man sich auch selbst auf den Radar von Headhuntern bringen.

#1 Digitale Jobprofile pflegen

Auch Headhunter agieren digital – etwa bei Xing und Linkedin. Legen Sie Ihre Profile dort makellos an – vom professionellen Foto über originelle Kurzbeschreibungen der Suche/Biete-Rubriken und einen vollständigen Lebenslauf bis zu positiven Referenzen und relevanten Schlagwörtern. Listen Sie Stationen nicht nur auf, sondern nennen zwei oder drei Fakten zum Unternehmen und dessen Kunden. Ergänzen Sie auch ausgewählte Projekte oder Erfolge. Verlinken Sie sich clever, folgen Sie Branchengruppen und beteiligen sich dort aktiv. Wer bei Facebook ohnehin nie Urlaubs- oder andere private Fotos postet, kann auch dort beruflich für sich werben oder sich zumindest strategisch vernetzen.

#2 Jobportale nutzen

In Onlinestellenbörsen schreiben nicht nur Unternehmen offene Stellen aus. Oftmals können auch Nutzer ein eigenes Jobprofil anlegen. Machen Sie das dort ebenso sorgfältig wie bei Xing und Linkedin. Indirekt deuten Sie schon mit Ihrer Präsenz dort an, dass Sie sich Headhuntern empfehlen. Für Führungskräfte gibt es auch spezielle Jobbörsen.

#3 Brancheninternes Netzwerken

Nach einem langen Bürotag kostet es Überwindung, noch privat eine Veranstaltung zu besuchen, die mit dem Job zu tun hat. Oder der Einladung eines Ex-Kollegen nachzukommen und ihn am neuen Arbeitsplatz zu besuchen. Oder beim Geschäftsessen mit Hingabe Smalltalk mit anderen Gästen zu betreiben. Dennoch ist Kontaktpflege unabdinglich, um bekannt zu sein. Wechselabsichten sollten Sie zwar nie offen äußern. Wichtige Köpfe der Branche sollten aber wissen, was Sie konkret arbeiten. So könnten Sie über Bande gespielt auf der Agenda eines Headhunters landen. Damit Ihr Name immer mal wieder irgendwo fällt, kann es auch nicht schaden, mit früheren Arbeitgebern langfristig in Kontakt zu bleiben.

#4 Öffentliches Selbstmarketing

Damit Personalvermittler Sie wahrnehmen, müssen Sie logischerweise präsent sein. Dazu gehört neben dem Networking ein gewisses öffentliches Engagement. Mögliche Aktivitäten sind Vorträge bei Fachveranstaltungen, Artikel für Branchenpublikationen, die Leitung von Fortbildungen außerhalb des eigenen Unternehmens und die regelmäßige Beteiligung an Diskussionen bei Twitter. Oder Sie starten einen eigenen Blog, mit dem Sie sich als Experte darstellen können und so möglicherweise auch von Journalisten als Interviewpartner gefunden werden. Gehen Sie außerdem gut vorbereitet auf Karrieremessen oder Kongresse – analoges Material wie ein Portfolio-Flyer oder eine Visitenkarte sind auch im Jahr 2019 nicht tabu.