BerufslebenWie Arbeitgeber für zufriedene Mitarbeiter sorgen

Die Zufriedenheit von Mitarbeitern ist nicht allein vom Geld abhängig
Die Zufriedenheit von Mitarbeitern ist nicht allein vom Geld abhängig Getty Images

Zufriedene Mitarbeiter sind produktiv, loyal und empfehlen den Arbeitgeber weiter. Diese Faktoren werden für Unternehmen immer wichtiger. Denn Fachkräfte sind knapp und das Gehalt ist längst nicht mehr der einzige Faktor, mit dem sich Firmen von der Konkurrenz abheben. „Die Förderung des Wohlbefindens der eigenen Mitarbeiter wird ein immer wichtigerer Faktor für die Gewinnung neuer Talente und Fachkräfte“, unterstreicht Emine Yilmaz von Robert Half in einer Mitteilung des Personaldienstleisters. Die Managerin warnt: „Unternehmen, die die Zufriedenheit am Arbeitsplatz nicht großschreiben, können sich kaum noch als attraktiver Arbeitgeber positionieren.“

Yilmaz empfiehlt diese vier Schritte, um Beschäftigte an das Unternehmen zu binden.

#1 Work-Life-Balance unterstützen

„Sind die Arbeitnehmer ständigem Stress ausgesetzt, hat dies einen negativen Effekt auf die Zufriedenheit und Effizienz“, warnt Yilmaz. Ihr Tipp: Arbeitgeber sollten wann immer möglich flexible Arbeitszeitregelungen wie Gleitzeit oder Telearbeit anbieten. Manager sollten zudem ihre Teams zu regelmäßigen Pausen animieren.

#2 In Wohlfühl-Benefits investieren

Benefits sind ein guter Weg, um die Zufriedenheit von Mitarbeitern zu steigern und ein Gefühl der Anerkennung zu vermitteln. Yilmaz, Vice President Permanent Services bei Robert Half, führt hier Klassiker wie Obstkörbe oder Mitgliedschaften im Fitnessstudio, aber auch freie Zeiten für Coachings an. Allerdings seien maßgeschneiderte Angebote notwendig, auch wenn das mehr Aufwand bedeutet. Denn: „Jeder Mitarbeiter ist individuell und braucht etwas anderes, um am Arbeitsplatz zufrieden zu sein.“

#3 Gute Arbeit anerkennen

Zufriedenheit gibt es nicht zum Billigtarif. „Das Gehalt ist zwar nicht alles, aber dennoch ein Indikator für die Wertschätzung des Mitarbeiters“, meint die Expertin. Erfolgsbeteiligungen in Form von Bonuszahlungen könnten ebenfalls Anerkennung vermitteln. Die darf gern mal zwischenmenschlich ausgedrückt werden. „Vorgesetzte sollten öfter einmal Danke sagen, wenn ein Mitarbeiter oder das Team gute Arbeit geleistet haben“, empfiehlt Yilmaz.

#4 Unterstützung anbieten

Manchmal macht Arbeit krank. Auch private Krisen können sich auf die psychische Verfassung im Job auswirken. „Personalverantwortliche dürfen die Augen nicht verschließen und sollten ihre Mitarbeiter unterstützen“, schreibt Yilmaz. „Viele Unternehmen bieten den Service von externen Beratungsstellen an, an die sich Mitarbeiter vertraulich wenden können. Sie können bereits präventiv Arbeitnehmern und deren Familienangehörigen helfen.“