Karriere4 etwas andere Tipps zur Jobsuche

Eine Frau schaut nachdenklich auf einen Computerbildschirm
Symbolbild: Managerin Getty Images

#1 Bleiben Sie Ihren Prinzipien treu

Je länger die Jobsuche dauert, desto hoffnungsloser kann sie erscheinen. Man ist schon längst vom Traumjob abgerückt, aber auch das hat nicht den gewünschten Erfolg gebracht. Kompromisse sind bei der Jobsuche oft die brutale Realität. Aber sie müssen Grenzen haben. Deshalb ist es hilfreich, sich einmal ernsthaft mit der Frage auseinanderzusetzen: Verändern oder verbiegen – wo verläuft für mich die Grenze? Die Rede ist nicht von neuen Herausforderungen oder Flexibilität. Es geht um das Bild vom eigenen Beruf und den professionellen Grundüberzeugungen. Möchte ein Gewerkschaftsaktivist für einen Großkonzern ohne Betriebsrat arbeiten? Eine Journalistin in die PR wechseln? Noch mal: Hier geht es nicht um gut und böse, sondern darum, wie man selbst seinen Beruf definiert. Eine Jobsuche kann auch die Erkenntnis bringen: Ich bin bereit, meinen Beruf zu wechseln. Das sollte aber immer eine bewusste Entscheidung sein.

#2 Lassen Sie sich leicht finden

Sie sind auf der Suche nach einem neuen Job. Sie haben unter (Ex-)Kollegen, Bekannten und Freunden ordentlich das Netzwerk-Netz ausgeworfen. Sehr gut. Stellen Sie sich jetzt die Frage: Kann ein Interessent, den Sie über drei Ecken kennen, leicht mit Ihnen Verbindung aufnehmen? So manche Jobkontakte kommen nicht zustande, weil beide Seiten für den Austausch der Kontaktdaten auf einen gemeinsamen Bekannten angewiesen sind. Stellen Sie deshalb sicher, dass Sie einfach zu finden sind, wenn Ihr Name zur Sprache kommt. Es muss ja nicht gleich der hochprofessionelle Internetauftritt sein. Ein Impressum auf Twitter oder ein Jobprofil bei Netzwerkplattformen wie Xing oder LinkedIn ist bereits ein guter Schritt.

#3 Investieren Sie in Seriosität

Anschlussfrage: Was würden Sie von einem Bewerber halten, den Sie unter „bodybuilderXXX1998@gmx.de“ erreichen? Viele Menschen haben zwar über den Arbeitgeber eine professionelle E-Mail-Adresse. Privat werden aber häufig noch die Nutzernamen aus fernen Schul- oder Studienzeiten verwendet. Legen Sie sich für die Jobsuche eine E-Mail-Adresse zu, die Seriosität ausstrahlt. Verwenden Sie Ihren Namen, nach Möglichkeit den vollen Vornamen und Nachnamen. Die Kombination ist nicht verfügbar? Ergänzen Sie einen zweiten Vornamen oder ihren Beruf. Free-Mail-Endungen wie @web.de etc. gehen. Schöner ist aber natürlich eine Adresse wie anne@annemustermann.de. Solche Anschriften gibt es für weit unter 100 Euro jährlich bei Gmail oder anderen Anbietern.

#4 Jobsuche als Job

Wer ernsthaft nach einer neuen Anstellung sucht, muss die Sache ernst nehmen. Das bedeutet, dass ein erheblicher Zeitaufwand in die Jobsuche investiert wird. Dazu gehört nicht nur, jeden Tag die Sammel-Mails mit neuen Angeboten der Jobbörsen zu studieren. Ein Feierabendbier mit Ex-Kollegen ist jetzt ebenfalls Teil Ihrer Jobbeschreibung, auch, wenn Sie dazu gerade vielleicht keine Lust haben. Studien haben gezeigt, dass die wertvollsten Kontakte oft nicht über enge Bürofreunde, sondern entfernte Bekannte zustande kommen. Das ist nicht pure Theorie, sondern simple Realität.