Management Trotz Grippe ins Büro?

Sie ist wieder da – die Grippesaison. Doch wie verhalte ich mich richtig im Büro? Sechs Tipps, wenn die Nase trieft
Gesundheit! Trotz Grippe schleppen sich viele Angestellte ins Büro
Gesundheit! Trotz Grippe schleppen sich viele Angestellte ins Büro
© Getty Images

Wenn das Laub welk wird, dann dauert es meist auch nicht mehr lange bis gehustet, geschnieft und geschwitzt wird. Herbstzeit ist auch Grippezeit. Wobei nicht jede Erkältung eine Grippe im medizinische Sinne ist. Doch die Zipperlein grassieren. Husten, Schnupfen, Halsschmerzen. Mal der Magen, mal der Darm. Wie der Plumpsack gehen derzeit die Viren und Bazillen hinter den Rücken der Mitarbeiter um und niemand weiß, wo sie sich niederlassen. Hat’s bereits einen Kollegen erwischt, dauert es meistens nicht lange bis zu den nächsten Krankmeldungen.

Grund ist oft ein falsches Verhalten am Arbeitsplatz. Und ein falsch verstandenes Pflichtgefühl. Wer krank ist, gehört ins Bett. Nicht ins Büro. Auch wenn das viele nicht wahrhaben wollen. Laut einer jüngsten Studie quälen sich deutsche Arbeitsnehmer an 11,5 Tagen im Jahr krank ins Büro. Ganz schön dumm! Denn wer eine veritable Grippe verschleppt, sich zu früh überanstrengt, der kann sein Herz ernsthaft schädigen. Und natürlich auch andere Kollegen anstecken. Wie verhalte ich mich also richtig?

1. Raus aus dem Büro

Beim ersten Niesen den gelben Schein zücken? Das muss nun auch nicht sein. Eine triefende Nase gehört zum Herbst wie fallendes Laub. Und sofern Sie sich fit fühlen, können Sie auch arbeiten. Damit Sie Ihre Kollegen aber nicht mit orkanartigem Schnäuzen belästigen, sollten Sie ihre laufende Nase mit einem Taschentusch abtupfen und für lautes Schnäuben das Büro verlassen.

2. Wohin mit dem Taschentuch?

Wohin nur mit den benutzten Taschentüchern? Sicher nicht auf dem Schreibtisch ablegen. Sie gehören auch nicht in den offenen Papierkorb. Entsorgen Sie sie in einem verschließbaren Müllbeutel.

3. In den Arm niesen

Es ist immer wieder erstaunlich, wozu der menschliche Körper fähig ist. Beim Niesen schafft er es, die Partikel mit einer Geschwindigkeit von bis zu 900 Stundenkilometern aus Ihrem Innersten zu katapultieren. So schnell waren sie letztes Mal, als sie in den Urlaub geflogen sind. Weil Sie eine gute Kinderstube genossen haben, wissen Sie natürlich, dass Sie sich beim Niesen die Hände vor das Gesicht halten, oder? Falsch! Gerade erst geniest, dann die Türklinge gedrückt oder dem Kollegen die Hand. Sie sind eine Bazillenschleuder, ein Schleuser für Bakterien und Grippe-Viren. Niesen Sie stattdessen in den Ellenbogen, das empfehlen Ärzte. Wichtig für den Arbeitgeber. Spenden Sie neben dem Seifenspender auch Desinfektionsmittel.

4. Nicht jammern

Ja, wir haben verstanden. Sie sind erkältet. Und trotzdem bei der Arbeit. Sie haben gute Chancen der Mitarbeiter der Woche zu werden. Aber nun ist auch mal gut. Ständiges Jammern, wie krank Sie sind – gegenüber Kollegen oder Kunden – nervt, zieht deren Laune runter und schwächt somit auch deren Immunsystem.

5. Das Büro ist keine Apotheke

War da nicht mal ein Foto auf dem Schreibtisch? Ach so, hinter der Schale mit den Medikamenten. Wenn Sie es nicht schaffen, ohne diverse Medikamente und Pillen über den Tag zu kommen, haben Sie definitiv nichts bei der Arbeit verloren. Haben Sie „nur“ einen dicken Kopf, können ein Spaziergang an der frischen Luft, regelmäßiges Lüften oder ein Erkältungstee helfen.

6. Krank melden

Wer kennt das nicht: Der Wecker hämmert in den Schläfen, der Hals ist dick, die Nase ist zu, die Stirn heiß. Liegen bleiben! Aber informieren Sie umgehend Ihren Chef. Ab dem vierten Tag muss beim Arbeitgeber ein Krankenschein eingereicht werden.

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