GastbeitragSo verhindern Sie, dass alle Jobs bei Ihnen landen

Seite: 3 von 3

#4 Klare Entscheidung: Ohne „Nein“ geht’s nicht

Sie sind mit Ihrem Team nachvollziehbar mehr als ausgelastet und nun sollen sie den nächsten direkt zu erledigenden Job übernehmen? Jetzt sind Sie in Ihrer Führungsaufgabe gefordert. Sie müssen NEIN sagen. Das erfordert zuerst einmal Mut, ist aber unabdingbar. Zeigen Sie Profil und Souveränität, indem Sie die Grenze zwischen Leistbarem und dem „zu Viel“ nicht nur bewusst ziehen, sondern sie auch formulieren und vertreten. Andernfalls ist Ihre Überlast vorprogrammiert, während Ihre Umwelt Sie zunehmend ausnutzen wird.

Mut braucht man zudem nur für die Dinge, vor denen man Angst hat. Wovor haben Sie Angst? Was könnte im Worst Case passieren? Wenn Sie sich diese Folgen vor Augen führen, nehmen Sie dem Kopfkino seine Wucht. Und Sie werden nach Ihrem NEIN feststellen, dass Ihre Akzeptanz letztendlich zunimmt.

Formulieren Sie Ihr NEIN aufgrund belastbarer Fakten klar, aber verbindlich und bieten Sie einen realistischen Termin an. Falls Ihr Gegenüber auf der sofortigen Umsetzung besteht, ist konsequente Umpriorisierung von Aufgaben der notwendige nächste Schritt.

#5 Maßvolle Worte: Alles außer Jammern

Das Sprechen über Ihre Aufgaben und Auslastung ist das Eine, allgemeines Jammern etwas anderes. Ein Klagelied hilft nicht. Es untergräbt Glaubwürdigkeit und Respekt. Von Ihnen wird erwartet, dass Sie Lösungen generieren und nicht lamentieren.

Konzentrieren Sie sich also bei der Information über Ihre Belastung auf die Fakten. Und bringen Sie Ihre Botschaft sachlich und zielgruppengerecht an die Meinungsmacher und Entscheider.

Falls jedoch jemand Ihre Worte als Jammern abqualifiziert oder gar Ihr Vorgesetzter in diesem Sinn agiert, bleiben Sie gelassen. Sprechen Sie Ihr Unverständnis für eine solche Reaktion an – und warten Sie ab. So zeigen Sie persönliche Stärke und Ihre Führungsqualitäten.