KarriereWie man sich auf einen Jobwechsel vorbereitet

Symbolbild JobwechselTumisu auf Pixabay

Mit der Ausbreitung des Coronavirus und dem Stillstand weiter Teile des öffentlichen Lebens tauchen immer wieder zwei Begriffe auf: Entschleunigung und Selbstreflexion. Wer unfreiwillig in Kurzarbeit gelandet ist oder gar um seinen Arbeitsplatz zittert, mag aktuell vielleicht weder den einen noch den anderen Begriff als für sich passend empfinden. Wer indes bereits seit einiger Zeit mit dem Gedanken spielt, sich neu zu orientieren, der sollte die aktuelle Zeit nicht ungenutzt lassen. Hier sind 5 Tipps, wie sich berufliche Veränderungen vorbereiten lassen.

#1 Selbstcheck

Es ist bekanntlich immer einfacher, zu wissen, von wo man weg will, als sich sicher zu sein, wo man hin will. Anfangs sollten Sie sich daher gut überlegen, welche konkreten Tätigkeiten Sie übernehmen möchten, was Sie dafür qualifiziert, welche Unternehmen daher für Sie in Frage kämen, wie viel mehr Geld Sie verdienen möchten, und ob Sie für den Job umziehen würden. Haben Sie diese oder andere für Sie wichtige Punkte beantwortet, kann es losgehen. Nebeneffekt: Nach einer intensiven Selbstinventur sind Sie schon für die Frage des neuen Arbeitgebers nach dem Wechselwunsch gerüstet.

#2 Andere Meinungen einholen

Ob via Facetime, Skype oder Zoom: Videotelefonie boomt seit Wochen, und das nicht nur, um sich mit Kollegen und Vorgesetzten abzustimmen, sondern auch um mit Freunden zu plaudern. Falls Ihnen in einer Zeit, in der privat nicht viel passiert, dabei mal die Themen ausgehen sollten: Fragen Sie in Ihrem Bekanntenkreis doch einfach mal rum, wie dort Ihre Stärken eingeschätzt werden, und in welchen Jobs man Sie sich gut vorstellen kann.

#3 Bewerbung aktualisieren

Fotostudios sind zwar derzeit geschlossen, aber es gibt oft auch genug anderes zu aktualisieren. Ergänzen Sie die jüngsten Stationen Ihres Lebenslaufes, experimentieren Sie mit verschiedenen Layouts für den CV, scannen Sie Zertifikate ein, die Sie noch nicht digitalisiert haben oder fassen Sie alle relevanten Dokumente in nur einem PDF zusammen. Jede Bewerbung, die länger nicht genutzt wurde, kann ein Update gebrauchen. Auch markt- und branchenübliche Gehälter können jetzt mit etwas mehr Ruhe recherchiert werden, damit Sie künftig auf diese immer schwierige bis heikle Frage besser vorbereitet sind.

#4 Weiterbilden

Experten zufolge wird die Corona-Krise den Arbeitsmarkt schwer treffen, so dass ein Jobwechsel ein mittelfristiges Projekt werden könnte. Die aktuelle Zeit lässt sich jedoch nutzen, um neue praktische Erfahrungen zu sammeln oder sich neue Kenntnisse anzueignen, die am nächsten Arbeitsplatz nützlich sein könnten und den Lebenslauf aufwerten. Die Auswahl ist groß und reicht vom Onlinesprachkurs bis zum Coding-Webinar. Wer damit sympathisiert, mal für eine gemeinnützige Organisation zu arbeiten, für den könnte es interessant sein, sich in der Krise ehrenamtlich in einem Solidaritätsprojekt zu engagieren.

#5 Vorstellungsgespräche üben

Jeder kennt vermutlich die Erfahrung, nach einem Vorstellungsgespräch zu glauben, auf einige Fragen habe es bessere Antworten gegeben. Oder Mimik und Körpersprache hätten souveräner ausfallen können. Wenn Sie aktuell häufig vor der Webcam Ihres Rechners sitzen, achten Sie dabei bewusst auf sich, auch wenn Sie sich im Fenster des Chatprogramms nur sehr klein sehen.  Aber auch als Miniaturkachel: Beobachten Sie, wie Sie auf sich selbst wirken. Wie ist Ihre Sitzhaltung? Wie agieren Sie, wenn andere sprechen: Sehen Sie interessiert aus oder abgelenkt bis abwesend? Vielleicht fallen Ihnen auch Angewohnheiten auf, die Ihnen bisher nie bewusst waren – und die Sie gern ablegen würden.

 


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