Homeoffice-KniggeSieben Do's and Don'ts für Ihre Videokonferenz

Symbolbild Videokonferenz
Symbolbild Videokonferenzdpa

Das Homeoffice hat in vielen Unternehmen Einzug gehalten und einige neue Rituale für den Arbeitsalltag mit sich gebracht. Dazu gehört auch die Videokonferenz, die wegen ihres Pannenpotentials in den Sozialen Medien schon mehrere Bingo-Spiele mit typischen Phrasen hervorgebracht hat. Aber auch wenn man die technischen Hürden umschifft, bleiben noch so einige Fettnäpfchen über. Die zentralen Do’s and Don’ts hat Capital zusammengestellt.

Schweigen ist Gold

Don’t: Natürlich darf man durch die physische Distanz zum Chef und den Kollegen in den Besprechungen nicht untergehen. Wenn man allerdings nur auffällt, weil man parallel zu den Beiträgen der anderen hörbar die Tastatur benutzt, Kaffee schlürft oder nebenbei Telefonate führt, hat man zwar die ungeteilte Aufmerksamkeit, für Sympathien sorgt das aber nur bedingt.

Do: Um nicht zum Störfaktor zu werden, bleibt das eigene Mikrofon am besten ausgeschaltet. Wenn man etwas beitragen will, kann man es dann flexibel anschalten. Aber nicht vergessen, sonst enden die eigenen Aussagen in einem pantomimischen Ratespiel. Sehr abwechslungsreich, aber nur bedingt konstruktiv.

Location, Location, Location

Don’t: Wer den richtigen Ort für eine Videokonferenz sucht, wählt am besten kein zu trubeliges Umfeld, wie die Küche oder das Wohnzimmer. Denn so niedlich die eigenen Kinder oder Haustiere auch sind – im Hintergrund lenken sie dann doch ab. Das beste Beispiel ist der britische Professor Robert Kelly. Sein Live-Interview in 2017 mit der BBC, in das seine beiden Kinder reinplatzten, ging um die Welt – an seine Einschätzung zum Impeachment-Verfahren des südkoreanischen Präsidenten, erinnert sich aber niemand mehr.

Do: Ziehen Sie sich an einen ruhigen Ort zurück und warnen Sie die Familie vor, dass eine Konferenz ansteht. So vermeiden sie Ablenkungen für sich und ihre Gesprächspartner. Danach können Sie zum Arbeiten natürlich wieder zurück in die Küche oder ins Wohnzimmer.

Timing ist alles

Don’t: Der große Vorteil der Videokonferenzen ist, das man sich bequem jederzeit dazuschalten kann. So viel Komfort lädt aber auch dazu ein, sich erst in der allerletzten Minuten vorzubereiten. Wenn dann die Technik streikt oder man nicht sofort die Zugangsdaten findet, ist das Stress pur. Auch bei den Kollegen macht das keinen guten Eindruck, denn die Ausrede vom verspäteten Bus oder dem Stau zieht im Homeoffice nicht.

Do: Natürlich müssen Sie nicht schon Stunden vor dem Konferenzbeginn in den Startlöchern stehen. Eine gute Viertelstunde vorher sollten Sie aber einplanen. So können sie noch einmal die nötigen Zugangsdaten zurechtlegen, die Kamera und das Mikrofon überprüfen und sich mental auf den Arbeitsbeginn einstellen.