Feierabend5 Routinen, durch die man produktiver wird

Symbolbild: Ein Hund träumt auf dem Sofa
Symbolbild: Es pünktlich vom Büro aufs Sofa zu schaffen, gelingt Ihnen nicht? Diese Tipps helfen beim FeierabendSarandy Westfall via Unsplash

Manche Menschen können einfach nicht loslassen. Der Feierabend ist für sie eher ein nebulöses Prinzip, damit nicht auch noch die Nachtruhe im Büro verbracht wird. Andere Kollegen wollen mit Überstunden vielleicht dem Chef signalisieren: Ich kann zwar nicht viel, aber dafür bin ich länger da! In Wahrheit aber ist ein pünklicher Feierabend ein Qualitätsmerkmal. Sie haben alles in der dafür vorgesehenen Zeit geschafft und genießen jetzt mit Freude die wohl verdiente Freizeit.

Mit diesen Tipps kann es leichter fallen, das Büro pünktlich zu verlassen:

#1: gute Planung

Klar: „Du sollst pünktlich Feierabend machen“ ist nicht das oberste Gebot im Arbeitsleben. Es kann immer etwas Unvorhergesehenes dazwischenkommen, das sofort Ihre Aufmerksamkeit erfordert. Aber wenn die ungeplante Ausnahme zum Dauerzustand wird, stimmt womöglich grundlegend etwas nicht mit der Organisation in Ihrem Büro. Sind es gern immer wieder dieselben Störquellen, die sich am späten Nachmittag bemerkbar machen?

#2: Nein sagen

Manche Menschen haben eine idiotensichere Strategie, um rechtzeitig vom Schreibtisch los zu kommen: Sie wälzen Aufgaben auf Kollegen und Kolleginnen ab. Abschiedsgrüße wie „Ich hab es eilig“, „Ich muss unbedingt los“, „Kannst du bitte mal kurz…?“ läuten für sie die Freizeit ein, während der gutmütige Mitarbeiter oder die Mitarbeiterin eine Überstunde schiebt. Hilfsbereitschaft und Einspringen im Notfall sind im Team eine Selbstverständlichkeit. Ausnutzen und Aufopfern (selbst im kleinen Maßstab) nicht.

#3: keine lange Bank

Wir schieben unangenehme oder schwierige Projekte gern hinaus. Irgendwann steht die Deadline unmittelbar bevor und der Feierabend oder gleich das Wochenende müssen dran glauben. Sie brauchen das Adrenalin zur Kreativität? Alles klar. Für alle Anderen gilt: Die Abendstunden sollte nicht regelmäßig zum Zeitpolster für aufgeschobene Aufgaben werden.

#4: Countdown

16 Uhr, der Feierabend naht. Jetzt ist eine gute Zeit für eine kurze Bestandsaufnahme: Welche Aufgaben sind erledigt, was steht noch an? Im besten Fall sind Sie mit dem Tagewerk so gut wie durch und müssen vor allem Kleinigkeiten für den nächsten Tag klären. Falls nicht: Spätestens jetzt können vielleicht noch Kollegen und Kolleginnen helfen, keine Nachtschicht im Büro zu schieben.

#5: Dringlichkeit

Feierabend klingt zwar toll, für viele Menschen aber auch ein wenig nach Hohn. Nach der Arbeit ist für sie vor der Arbeit. Kranke Kinder pflegen, Wohnung putzen, Wocheneinkauf erledigen oder einfach der lange, nervtötende Heimweg – da kann der hinausgezögerte Arbeitsschluss in der Firma fast zur Auszeit werden, in der mal zur Abwechslung niemand etwas von Ihnen will. Die anderen Kollegen und Kolleginnen sind ja schon nach Hause gegangen. Wagen Sie den Absprung und zelebrieren ihn vielleicht mit einer kurzen Auszeit. Zehn Minuten Schlendern und wirklich mal an gar nichts denken müssen, in der Bahn im Schmöker versinken, ein Eis für den Nachhauseweg – ein Mini-Feierabend sollte direkt nach der Arbeit immer drin sein.