BusinessMit diesen 3 Fehlern schaden Chefs ihrem Image

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Symbolbild Managerdpa

Die Vorgesetzte ist keine Kollegin wie jede andere. Versäumnisse im persönlichen Umgang werden bei Chefs eher toleriert und entschuldigt. Dafür ist neben dem reinen Status auch die höhere Verantwortungslast verantwortlich. Allerdings funktioniert die Ausnahmestellung von Führungskräften auch auf umgekehrte Weise. Sie geben – ob gewollt oder nicht – den Ton für die Belegschaft vor. Vorgesetzte sollten deshalb ganz besonders darauf achten, für eine gute Büro-Etikette zu sorgen. Damit stärken sie auch das eigene Image

#1 Sie kommen zu spät

Für manche Chefs gehört das Zuspätkommen einfach dazu. Weder hatten sie so viel zu tun, dass sie es schlichtweg nicht pünktlich zum Meeting geschafft haben. Noch haben sie unbedingt alle mit Absicht warten lassen, um sich an der eigenen Bedeutung zu ergötzen. Oft steckt schlicht Gedankenlosigkeit hinter dem Zuspätkommen. Das gilt besonders für Führungskräfte, die noch nie oder sehr lange nicht mehr in einer untergeordneten Position gearbeitet haben, bei der spätes Erscheinen irgendwann geahndet wurde. Vorgesetzte sollten sich darüber im Klaren sein, dass notorisches Zuspätkommen leicht dazu führen kann, dass sie als unzuverlässig wahrgenommen werden. Es liegt in ihrem ureigenen Interesse, mit Pünktlichkeit zu demonstrieren: Ich habe alles im Griff – erst recht meinen eigenen Tagesablauf.

#2 Sie pflegen das Arbeitsumfeld nicht

Angestellte sind keine Putzkräfte. Natürlich sollte jeder Mitarbeiter seinen Arbeitsbereich aufräumen und pfleglich behandeln. Für die grundlegende Reinlichkeit hat aber der Chef zu sorgen. Wenn sich in Regalen unnützes Zeug sammelt, die toten Winkel auf den Schreibtischen unter einer klebrigen Staubschicht verschwinden und die Fenster zunehmend milchig werden, kann das mangelndes Wertschätzung der Führungsetage signalisieren. Das gilt vor allem, wenn es der Firma finanziell blendend geht. Das Büro muss keine Kuschelecke sein, wohlfühlen sollten sich die Angestellten jedoch immer.

#3 „Entschuldigung“ ist ein Fremdwort

Vorgetäuschte Unfehlbarkeit oder erarbeitetes Vertrauen – der Umgang mit eigenen Fehlern definiert stark das Image einer Führungskraft. Manchmal steckt hinter dem Totschweigen falscher Beschlüsse gar kein Ego-Trip. Die Angestellten sollen nur nicht verunsichert werden und das Vertrauen in die Entscheidungskraft des Chefs verlieren. Das kann in Ausnahmefällen gerechtfertigt sein. Grundsätzlich aber sollte eine Chefin sich nie zu fein sein zu sagen: Diese Lage habe ich falsch eingeschätzt. Wer gute Gründe für die damalige Entscheidung vorbringen kann und zeigt, was aus dieser Erfahrung gelernt wurde, sorgt auch zwischenmenschlich für Transparenz. Die wird von guten Angestellten mit Loyalität und Engagement belohnt.