Management10 Dinge, die Chefs an ihren Mitarbeitern hassen

Der Traum eines jeden Chefs ist ein Büro voller zufriedener, motivierter und engagierter Mitarbeiter. Aber wie es nun mal mit Träumen so ist, irgendwann wacht man auf. Die Realität sieht meist anders aus. In der Regel gibt es mindestens einen Mitarbeiter, auf den man gut verzichten könnte. Das National Business Research Institute in Texas hat sich einmal die Stereotypen angeschaut, mit denen sich die Vorgesetzten herumärgern müssen.

#1 Der Krankfeierer

Die Dunkelziffer ist wahrscheinlich noch höher. Denn Krankfeiern ist kein Kavaliersdelikt, aber weit verbreitete Praxis. In einer Studie in den USA haben von 2800 befragten Angestellten 32 Prozent angegeben, mindestens einmal im Jahr blauzumachen. Interessanterweise hauptsächlich gegen Ende des Jahres. Verlässliche Zahlen aus Deutschland gibt es nicht. Laut einer Umfrage von Harris Interactive im Auftrag von Glassdoor gaben hierzulande „nur“ zehn Prozent der befragten Angestellten an, schon mal krankgefeiert zu haben. Die Männer sind dabei skrupelloser als die Frauen. 14 Prozent der Männer gaben an, dass sie planen, im kommenden Monat einen Tag krankzufeiern. Bei den Frauen waren es sechs Prozent.

#2 Der Zu-Spät-Kommer

Morgens der letzte am Schreibtisch, dafür der erste in der Pause und im Feierabend. Zu Meetings kommt er zu spät, auch zu Kundenbesuchen. „Wenn die Zuverlässigkeit zu wünschen übrig lässt, ist es Zeit für einen kleinen Denkzettel“, sagt Barry L. Brown, Unternehmensberater in Florida. Er rät seinen Kunden zu einer netten Geste: „Schenken Sie demjenigen eine (günstige) Uhr. Er wird den dezenten Hinweis verstehen“, sagt Brown. Sollte sich an dem Verhalten nichts ändern, führt kein Weg an einem klärenden Gespräch vorbei. Verpufft auch das, dürfe ein Vorgesetzter auch nicht vor einer Versetzung oder einer Kündigung zurückschrecken, sagt Brown.

#3 Der Stinker

Und dann gibt es die Mitarbeiter, die man einfach nicht riechen kann. Beziehungsweise, die man immer riecht. Weil: Sie stinken! Mangelnde körperliche Hygiene ist ein sensibles Thema, das auch dem hartgesottensten Chef unangenehm ist. Aber, da muss er durch, gerade wenn sich bereits andere Teammitglieder beschwert haben. An einem Gespräch unter vier Augen führt kein Weg vorbei.

#4 Der Dauertelefonierer

In manchen Jobs geht es nicht ohne zu telefonieren. Aber muss es immer in dieser Lautstärke sein? Und stundenlang? Schlimmer aber noch als das Dauergequatsche sind die Klingeltöne auf den Handys, die mit jeder Sekunde lauter und aufdringlicher werden. Vibrationsalarm tut’s auch.

#5 Der Fehlerteufel

Jeder macht mal einen Fehler, verdreht Zahlen oder Buchstaben, setzt das Komma an der falschen Stelle. Kann passieren. Aber es gibt auch diejenigen, die Fehler am laufenden Band produzieren. Weil sie schlampig sind. Oder unkonzentriert. Das nervt. Bevor der Vorgesetzte aber ausrastet, sollte er ergründen, was der Grund für die Fehlerquelle ist. Vielleicht liegt es auch an einem Arbeitspensum, das sorgfältig gar nicht zu bewerkstelligen ist.