MachtspieleWie man sich gegen fiese Maschen intriganter Kollegen wehrt

Vorsicht vor Intriganten - die gibt es auch im Büro
Vorsicht vor Intriganten - die gibt es auch im Büro dpa

Mit ihnen ist es besonders unangenehm zu arbeiten, sie sind unehrlich und vergiften das Betriebsklima: intrigante Arbeitskollegen. Besonders wenn in einem Unternehmen starker Konkurrenzkampf herrscht, Stellenabbau droht oder bald wichtige Positionen neu besetzt werden, fahren manche Kollegen die Krallen aus und spielen fiese Machtspiele. Doch um sich selbst vor diesen hinterhältigen Maschen zu schützen, müssen Sie diese erst einmal erkennen. Capital deckt die verbreitetsten Intrigen auf – und erklärt, wie Sie sich dagegen wehren.

#1 Pseudo-vertrauliche Informationen teilen

„Jetzt mal ganz im Vertrauen“, beginnt der Kollege, und plaudert ein angebliches Geheimnis aus, das er vom Chef erfahren hat. Doch Vorsicht: Diese brandaktuelle Information könnte er einfach erfunden haben, um Ihnen im Gegenzug eine echte vertrauliche Information zu entlocken. Lassen Sie sich nicht darauf ein. Und selbst wenn es stimmt, was er sagt: Wer Geheimnisse ausplaudert, ist nicht vertrauenswürdig. Unterbrechen Sie die Masche „Ich darf es ja eigentlich nicht erzählen, aber…“ also ruhig mit der Frage: „Warum tust Du es dann?“

#2 Gerüchte verbreiten

„Herr Müller bewirbt sich um den freigewordenen Stellvertreter-Posten“, „Frau Schneider ist schwanger, deswegen zieht sie sich bald aus dem Projekt zurück“, „So wie Herr Bauer bei der Weihnachtsfeier gebechert hat, macht er das jedes Wochenende“. Vorsicht bei Lästermäulern. Wer weiß, ob der Tratsch überhaupt wahr ist. Deshalb: Tragen Sie die Gerüchte auf keinen Fall weiter oder sprechen die Kollegen darauf an. Um gar nicht erst in missbilligendes Getratsche verwickelt zu werden, machen Sie Ihre Haltung deutlich, zum Beispiel mit „Auf diesem Niveau sollten wir uns nicht über unsere Kollegen unterhalten.“

Sollten Sie selbst Opfer der Gerüchteküche werden, gehen Sie offensiv dagegen vor. Wenn Sie mit etwas konfrontiert werden, das Sie angeblich gesagt haben, reagieren Sie mit: „Ich weiß nicht, wie du darauf kommst.“ So kommen andere Kollegen dem Quertreiber vielleicht auf die Schliche.

#3 Jedes Wort gegen Sie verwenden

Intrigante Kollegen saugen oft so viele Informationen über ihre Mitmenschen auf wie möglich – damit sie diese gegen sie verwenden können. Sie haben Ihrem Kollegen erzählt, dass Ihr Kind sich jede Krankheit einfängt, seit es in der Kita ist? Ihr Kollege verbreitet gleich mal, dass Sie mit Ihrer Arbeitszeit nicht klar kommen, weil Sie sich ständig um Ihr krankes Kind kümmern müssen. Sie stimmen Ihrer Kollegin wortlos zu, als Sie sich darüber auslässt, dass das Meeting am Freitagnachmittag doch kein Mensch braucht? Prompt erzählt sie dem Chef, Sie hätten sich darüber beschwert, dass das Meeting am Freitag so spät angesetzt ist. Mit solchen Kollegen wird schon der lockere Lunch zum Verhängnis. Geben Sie ihm gegenüber möglichst wenig von sich preis.

#4 Anderen den schwarzen Peter zuschieben

Sobald etwas schief läuft, war es die Idee der anderen. Sobald ein Fehler auftaucht, weiß Ihr Kollege nichts davon und verweist den Chef an Sie – obwohl er es verbockt hat. Umgekehrt klinkt er sich in jedes Projekt kurz vor Schluss ein und schmückt sich mit den Erfolgen der anderen. Um zu vermeiden, dass Ihr Chef sich von diesen Manövern blenden lässt, erstellen Sie am besten immer eine Übersicht mit all Ihren Erfolgen und aktuellen Aufgaben. Berichten Sie Ihrem Vorgesetzten bei Ihren persönlichen Meetings davon. So weiß er immer, an was Sie gerade arbeiten und welche Erfolge auf Ihr Konto gehen.

Generell gilt: Wenn Sie einen Intriganten in Ihrem Team enttarnt haben, versuchen Sie ihn zu meiden und bringen Sie keine Energie für seine Spielchen auf.