NeueinstellungenJede dritte Stelle wird über Kontakte besetzt

Gute Kontakte ins Unternehmen sind die halbe Miete bei NeueinstellungenGetty Images

Stellengebote hin, Initiativbewerbungen her: Bei der Suche nach einem neuen Job sind persönliche Kontakte unschlagbar. Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit hat rund 11.500 Arbeitgeber gefragt, auf welchem Wege sie ihre neuen Beschäftigten gefunden haben. Rund jede dritte Neueinstellung (32 Prozent) kam demnach über das persönliche Netzwerk des Chefs oder eines Mitarbeiters zustande. Bei Kleinbetrieben war es sogar fest jede zweite freie Stelle (47 Prozent).

Auf den Rängen folgten diese Methoden:

  • Internet-Jobbörsen (unter anderem die der Bundesagentur für Arbeit): 21 Prozent der Neueinstellungen
  • Stellenausschreibungen auf firmeneigenen Internetseiten: 11 Prozent
  • Stellenangebote in Zeitungen oder Zeitschriften: 10 Prozent
  • Initiativbewerbungen oder Bewerberlisten: 10 Prozent
  • Vermittlungsdienste der Bundesagentur für Arbeit jenseits der Jobbörse: 5 Prozent
  • Private Arbeitsvermittlungen: 4 Prozent
  • Soziale Medien: 1 Prozent

Bei der Suche nach einem neuen Job scheinen übrigens weniger gute Freunde, sondern vor allem Bekannte hilfreich zu sein. Schon 1973 kam der US-amerikanische Soziologe Mark Granovetter zu dem Schluss, dass die „schwachen Beziehungen“ zwischen Bekannten bei der Fahndung nach einer freien Stelle helfen. Freunde bewegen sich nämlich in demselben Netzwerk und können deshalb selten etwas Neues zur Jobsuche beitragen. Gute Bekannte hingegen bewegen sich in anderen sozialen Zirkeln. Ihnen stehen damit ganz andere Informationsquellen offen.