Management6 Kniffe, wie Sie Ihre Zweifel zerstreuen

Ein Mann steht nachdenklich
Selbstzweifel besiegen, Kreativität steigern – das ist gar nicht so schwer
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Jeder Mensch, der nicht wie eine Maschine funktioniert, kommt in seinem Job immer wieder an einen Punkt, an dem er an sich selbst zweifelt. Statt „Yes, we can“ heißt es dann: Schaffe ich das? Bin ich gut genug? Was passiert, wenn es schief geht?

„Negative News Network“ nennt der US-Buchautor und Kreativitätscoach Sam Harrison solche Stimmen im Kopf – und rät: „Geben Sie ihnen nicht mehr Aufmerksamkeit, als sie verdienen.“ In seiner Kolumne erklärt Harrison, wie sich die Zweifel aus dem Kopf vertreiben lassen, um wieder Platz für Kreativität zu schaffen.

1. Hören Sie sich selbst zu

Lauschen Sie Ihrem „Negative News Network“ und schreiben Sie auf ein Blatt Papier, was Sie da hören. Zweifel oder Ängste, die mit einem Projekt verbunden sind, müssen raus aus dem Kopf. Konfrontieren Sie sie mit der Realität.

2. Stellen Sie sich drei Fragen

Klopfen Sie Ihre Zweifel auf folgende Fragen ab:

Stimmt es, was mein „Negative News Network“ sagt? Bin ich hundertprozentig sicher, dass das stimmt? Wenn nicht, warum sollte ich ihm dann Beachtung schenken?

Kann ich das schaffen, was von mir erwartet wird? Habe ich die Fähigkeiten, um diese Idee oder dieses Projekt umzusetzen? Wenn ja, warum sollte ich dann nicht einfach loslegen?

Was ist das bestmögliche und was das Worst-Case-Szenario? Seien Sie ehrlich mit sich. Normalerweise rechtfertigt das Best-Case-Szenario, das Risiko einzugehen. Und das schlechteste Ergebnis erweist sich als weit weniger schlimm, als Sie befürchtet haben.

3. Erkennen Sie, dass Sorgen nutzlos sind

„Freakonomics“-Autor Stephen Dubner sagt: „Wenn Sie Ihr mentales Breitband nicht mit den Dingen vollladen, über die sich die meisten Leute Sorgen machen, dann haben Sie mehr Platz, um über mehr Dinge nachzudenken, mehr Fragen zu stellen und mehr zu schaffen.“ Sorgen helfen einfach nicht weiter. Also warum sollten Sie Ihnen Raum in Ihrem Kopf geben?

4. Prüfen Sie Ihre Umgebung

Verbreiten die Leute um Sie herum negative Stimmung? Halten Sie sich von Leuten fern, die nicht Freund Ihrer Kreativität sind. Halten Sie sich lieber an jene, die Ihre Ideen unterstützen.

5. Erinnern Sie sich an Ihre Highlights

Vergewissern Sie sich, dass Sie das Zeug dafür haben, das Projekt zu schaffen. Schauen Sie sich dafür noch einmal Ihre letzten Erfolge an und machen Sie sich klar: So etwas kann ich wieder schaffen. 

6. Seien Sie neugierig

Ihr internes „Negative News Network“ verträgt keine Neugier. Fesselnde Bücher und Filme, anregende Websites und provokante Blogs, exotisches Essen und anziehende Shops – all das ist darin nicht vorgesehen. Befeuern Sie Ihre Fantasie und bändigen Sie Ihre Zweifel, indem Sie weiter neugierig durch die Welt gehen.