Management4 Tipps um smart "Nein!" zu sagen

Manchmal hilft nur ein deutliches Nein. Dennoch sollte es nicht ruppig rüberkommen
Manchmal hilft nur ein deutliches Nein. Dennoch sollte es nicht ruppig rüberkommen
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Jeder Unternehmer kennt das Gefühl, wenn der Tag schon wieder zu wenige Stunden hat. Und dann bombardieren Ihre Geschäftspartner Sie auch noch mit immer neuen Anfragen: Der eine lädt Sie zu einer Konferenz ein, der andere will, dass Sie ihn bei einer Präsentation vor Investoren unterstützen, der nächste sich einfach mal wieder auf einen Kaffee treffen. Wie sollen Sie das alles schaffen? Am besten, indem Sie auch mal Nein sagen. Wie das geht, ohne Geschäftspartner zu enttäuschen, als Minderleister zu wirken oder einen wichtigen Deal zu verpassen, hat Startup-Mentor David Zwilling in einem Post erklärt.

1. Reagieren Sie nicht im Reflex

Antworten Sie nicht zu schnell mit einer Zusage, die Sie am Ende nicht halten können. Und auch nicht mit einem schnellen Nein, das eine Geschäftsverbindung zerstören kann. Bitten Sie um ein wenig Zeit, um Ihren Zeitplan zu prüfen oder mit Kollegen zu sprechen. Und sagen Sie, wann Ihr Gesprächspartner mit einer verlässlichen Antwort rechnen kann. In der Zwischenzeit kann es hilfreich sein, die Vor- und Nachteile einer Entscheidung für sich laut auszusprechen. Das hilft Ihnen, die ganzen Auswirkungen Ihrer Entscheidung zu verstehen.

2. Erklären Sie, warum Sie Nein sagen

Wenn Sie eine Anfrage ablehnen, sollten Sie dies nicht ohne Erklärung tun. Sonst vermitteln Sie Ihrem Gesprächspartner, dass sein Anliegen unangemessen war oder dass Sie ein Problem mit ihm haben. Diejenigen, die an Sie herantreten, kennen womöglich nicht Ihre Budgetzwänge, Ihren aktuellen Workload oder andere Zwänge. Wenn Ihnen der Geschäftspartner wichtig ist, machen Sie deutlich, dass Sie sich auf künftige Anfragen von ihm freuen.

3. Betten Sie Ihr Nein in ein positives Umfeld ein

Machen Sie Ihre Antwort leichter verdaulich, indem Sie sie in ein positives Umfeld stellen. Wenn Sie jemand beispielsweise bittet, eine Konferenz zu besuchen, Sie aber eine nahende Deadline für ein anderes Projekt haben, erklären Sie Ihre Verpflichtungen (erstes Ja). Erläutern Sie dann, wie diese Sie von einer Zusage abhalten (Nein) und enden Sie mit dem Hinweis, dass Sie Wert darauf legen, einmal gegebene Verpflichtungen und Zusagen ernst zu nehmen (zweites Ja).

4. Formulieren Sie Ihre Absage deutlich

Niemand hat etwas davon, wenn jemand ein zu sanft und zaghaft formuliertes Nein als Ja oder Vielleicht interpretiert. Langatmige Erklärungen werden zudem als defensiv oder gar konfrontativ wahrgenommen. Antworten Sie klar und sachlich. Und wenn Sie face-to-face mit Ihrem Gesprächspartner zu tun haben, lächeln Sie dabei freundlich.