Management10 Dinge, die Sie nie zu Ihrem Chef sagen sollten

Im Gespräch mit dem Chef ist Fingerspitzengefühl gefragt
Im Gespräch mit dem Chef ist Fingerspitzengefühl gefragt
© Getty Images

Diplomatie ist das A und O am Arbeitsplatz. In der Regel sollte es immer möglich sein, die Wahrheit zu sagen – auch in der Arbeitswelt. Dabei kommt es vor allem auf das Wie an. Deswegen lautete der Grundsatz bei Gesprächen mit dem Vorgesetzten: Besser zweimal nachdenken und sich nicht zu sehr von Emotionen leiten lassen. Capital hat 10 Aussagen gesammelt, die Sie so, besser nicht zu ihrem Chef sagen sollten:

#1 „Ich kann das nicht“

Dieser Satz zeugt von fehlendem Selbstbewusstsein und zeigt, dass Sie kein Risiko eingehen wollen. Natürlich müssen Sie nicht alles können, doch Ihre Antwort sollte in diesem Fall eher „Ich werde mich darüber informieren“ lauten. Wenn Sie sich ausführlich mit der Aufgabe beschäftigt haben, aber immer noch nur Bahnhof verstehen, können Sie Ihrem Chef mitteilen, dass Sie trotz ausgiebiger Recherche womöglich noch Hilfe benötigen.

#2 „Keine Ahnung“

Sie haben wahrscheinlich nicht auf jede Frage eine Antwort und das ist auch okay so. Allerdings sollten Sie Ihre Ahnungslosigkeit vor Ihrem Chef besser verkaufen. Probieren Sie es mit „Ich finde es heraus“. Das ist auf jeden Fall besser als mit den Achseln zu zucken.

#3 „Bei meinem letzten Job haben wir das anders gemacht“

Besserwisser mag keiner, und schon gar nicht, wenn man den neuen Arbeitsplatz ständig mit dem alten vergleicht. Wenn Sie an Ihrem Arbeitsplatz etwas verändern wollen, sollten Sie mit Ihrer Meinung sehr vorsichtig umgehen. Verbesserungsvorschläge können Sie beispielsweise als Fragen formulieren.

#4 „Ich war das nicht! XY hat das falsch gemacht“

Andere für seine Fehler verantwortlich zu machen und beim Arbeitgeber anzuschwärzen ist ein No-Go und zeugt von charakterlicher Schwäche. Wenn Sie unschuldig sind und der Fehler nicht bei Ihnen liegt, sollten Sie das ihrem Chef genau erklären. Trotzdem sollten Sie nie Fehler auf andere schieben.

#5 „Nein!“

Es wird natürlich nicht von Ihnen erwartet, dass Sie zu allem „Ja“ und „Amen“ sagen. Aber es ist unangebracht, etwas ohne jegliche Begründung abzulehnen. Ein schroffes, plumpes „Nein“ schadet außerdem dem Unternehmensklima. Ein Beispiel: Sie werden gefragt, ob Sie heute noch Zeit haben an einem anderen Projekt zu arbeiten. Anstatt einfach nur „Nein“ zu sagen, könnten Sie es so versuchen: „Heute habe ich noch ein sehr wichtiges anderes Projekt vorzubereiten. Wie hoch ist denn die Priorität?“

#6 „Ihr Vorgänger hat das ganz anders gemacht“

Dass der frühere Chef etwas anders gemacht hat, bedeutet nicht automatisch, dass es besser war. Selbst wenn etwas wirklich falsch läuft ist es zwecklos, den neuen mit dem alten Chef zu vergleichen.

#7 „Das gehört nicht zu meinen Aufgaben“

In Ihrer beruflichen Laufbahn wird es Ihnen immer wieder mal passieren, dass Ihnen Aufgaben zugeteilt werden, die nicht direkt in Ihr Aufgabenfeld fallen. Ärgern Sie sich nicht darüber, sondern seien Sie flexibel. Es ist nie schlecht, ein paar Fähigkeiten zu besitzen, die über Ihre eigentliche Tätigkeit hinausgehen. Denn das unterscheidet Sie von Ihren Kollegen und macht sie unersetzbar.

#8 „Was habe ich davon?“

Die Arbeitswelt besteht aus einem ständigen Geben und Nehmen. Ab und zu ist es notwendig für einen Kollegen einzuspringen oder in einer anderen Abteilung auszuhelfen. Versuchen Sie es deshalb zu vermeiden, aus jeder Situation Ihre eigenen Vorteile zu ziehen.

#9 „Mit ihm/ihr kann ich nicht zusammenarbeiten“

Schon in der Schule lernt man mit jedem zu arbeiten – egal ob man sich mit der Person versteht oder nicht. Sie müssen diese Person ja nicht gleich heiraten oder mit ihr den nächsten Urlaub verbringen. Es geht nur darum, ein zeitlich begrenztes Projekt gemeinsam erfolgreich abzuschließen. Sie sollten dazu in der Lage sein, über persönliche Konflikte hinwegzusehen – ohne die Hilfe Ihres Arbeitgebers.

#10 „Dann kündige ich!“

Drohungen wie diese gehen gar nicht in der Berufswelt. Wenn sie ständig damit drohen zu kündigen, wirkt das höchst unprofessionell. Außerdem werden Sie mit solchen unüberlegten und emotionalen Aussagen zu einem Risiko für das Unternehmen.

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