KarriereWoran Sie merken, dass Sie zu wenig verdienen

Euroschein
Symbolbild: Bargeld Euro-ScheinePixabay

#1 Sie sind unzufrieden mit ihrem Gehalt

Unzufriedenheit mit dem Gehalt ist mehr als reine Befindlichkeit. Sie führt unweigerlich zu Frustration und auf Dauer zu mangelnder Motivation. Wer nicht gerade über seine Verhältnisse lebt oder sich übersteigerten Vorstellungen vom eigenen Marktwert hingibt, wird sehr genau spüren, ob der aktuelle Lohn den Ansprüchen genügt. Dazu gehört auch, dass die Ansprüche ans Gehalt sich mit den Jahren erhöhen. Was früher nur für ein WG-Zimmer reichen musste, soll nun vielleicht Kinderzimmer, Familienwagen und Altersvorsorge finanzieren.

#2 Die letzte Gehaltserhöhung ist lange her – wenn überhaupt

Sie sind unzufrieden mit Ihrem Gehalt? Dann ist es an Ihnen, etwas dagegen zu unternehmen. Wer darauf wartet, dass der Vorgesetzte die lang verdiente Lohnerhöhung auf dem Silbertablett serviert, hat vermutlich etwas zu viel Vertrauen in die Führungsqualitäten der Chefetage. Wer nicht von einem Tarifvertrag mit automatischem Lohnplus profitiert, sollte sich spätestens alle zwei Jahre um eine Gehaltserhöhung bemühen. Das war in den vergangenen Jahren auch die durchschnittliche Laufzeit der Tarifabschlüsse im öffentlichen Dienst. Ausnahme: Die Chefin war überraschend großzügig. Dann kann es klug sein, das nächste Gehaltsgespräch etwas zu verschieben.

#3 Mehr Verantwortung, gleiches Gehalt

Mehr Verantwortung ist die natürliche Begleiterscheinung einer gesunden Karriere. Manchmal geschieht dies nach und nach, manchmal wird die Führungsrolle mit einem Schlag implementiert. Wie auch immer: Wer feststellt, dass er sehr viel mehr Projekte oder Mitarbeiter leitet als noch vor zwei, drei Jahren, sollte eine Gehaltserhöhung fordern. Denn die neuen Aufgaben ergeben in der Summe oft eine inoffizielle Beförderung. Die Rechnung ist ganz einfach: Mehr Verantwortung, mehr Geld.

#4 Die Firma gedeiht, Ihr Konto nicht

Bei der Weihnachtsfeier wird die Jahresbilanz gefeiert. Viele neue Kunden und Kollegen sind dazu gekommen, das neue Büro spiegelt den Erfolg wider. „Ohne Euch wäre das nicht möglich gewesen“, loben gute Vorgesetzte in solchen Fällen gern die versammelte Mannschaft. Wirklich exzellente Chefinnen aber lassen Worten Taten folgen. Wenn die Firma gedeiht und das letzte Lohnplus Jahre zurückliegt, ist der perfekte Zeitpunkt für eine Gehaltserhöhung gekommen.

#5 Perks statt Bonus

Manchmal sind knauserige Chefs ganz schön gewieft. Sie „danken“ dem wertvollen Leistungsträger die gute Arbeit mit einem neuen Titel, einem neuen Diensthandy oder einem zusätzlichen Tag im Homeoffice. Sprich: Dinge, die nichts oder kaum etwas kosten und womöglich sogar die Produktivität des Angestellten erhöhen. Unterbezahlte Fachkräfte sollten sich von scheinbar großzügigen Gesten nicht blenden lassen. Die sind vielmehr ein gutes Argument, um die Bitte nach einer Gehaltserhöhung zu untermauern.