Karriere3 peinliche Fehler im Bewerbungsgespräch

Symbolbild: Bewerbungsgespräch
Symbolbild: Bewerbungsgesprächdpa

Dummer Fehler #1: Pünktlichkeit

Pünktlichkeit ist einerseits simpel und zugleich logistisch anspruchsvoll. Zu spät kommen stellt beim Vorstellungsgespräch selbstverständlich ein absolutes No-Go dar. Natürlich planen Sie für die Anfahrt ein extra dickes Zeitpolster ein. Stau, kaputte U-Bahn, Streik: Die Liste potenzieller Störfaktoren ist lang. Sie wollen aber auch nicht eine halbe Stunde zu früh zu dem Termin erscheinen. Das spricht ebenfalls nicht für eine gute Organisationsfähigkeit. Außerdem dürfte Ihre Nervosität im Vorzimmer nur unnötig steigen.

Planen Sie beim Vorstellungsgespräch in der Heimatstadt vielleicht eine Stunde als Polster ein. Die Zeit können Sie in einem Café um die Ecke verbringen (vorher ausfindig machen) und noch einmal Talking Points für die Bewerbung durchgehen. Bezahlen Sie Ihr Getränk gleich nach Erhalt. Achtung: Stellen Sie vorab sicher, dass Sie genau wissen, wie Sie ins Büro kommen. Manche Firmeneingänge sind erstaunlich schwer zu finden. Vielleicht steht auch nur der Name des Mutterkonzerns auf dem Firmenschild.

Dummer Fehler #2: Getränk

Konzentriert und doch lässig, gut informiert und doch neugierig: Das Bewerbungsgespräch ist ein Balanceakt unter nicht gerade alltäglichen Bedingungen. Das erfordert die volle Aufmerksamkeit. Das Handy ist selbstverständlich stumm geschaltet und außer Reichweite. Auch eine Wasserflasche oder ein Kaffeebecher haben beim Vorstellungsgespräch nichts verloren. Sie werden spätestens in der Lobby entsorgt. Die sonst so alltäglichen Gegenstände entpuppen sich beim Bewerbungsgespräch plötzlich als außergewöhnliche Störfaktoren. Auch wenn es übertrieben klingt: Der Pappbecher auf dem Schreibtisch vor Ihnen wird zum Eindringling in der Sphäre des potenziellen Arbeitgebers. Außerdem lenkt das ungewohnte Objekt womöglich die Aufmerksamkeit des Interviewers ab.

Dummer Fehler #3: Unangemessen gekleidet

Turnschuhe in der Bank, feiner Anzug beim betont lässigen Start-up: Ein modischer Fehlgriff ist beim Vorstellungsgespräch schnell passiert. Es kann ein Fauxpas mit Signalwirkung sein. Das unangemessene Outfit signalisiert womöglich vom ersten Moment an, dass Sie nicht ins Team und auch nicht zur Unternehmenskultur passen. Im Zweifelsfall kann vorab ein Blick auf die Internetseite und Social-Media-Kanäle der Firma helfen. Welches Image wird transportiert, wie kleiden sich Mitarbeiter in ihren Profilbildern? Generell gilt: Lieber ein Quäntchen zu konservativ als zu flippig. Es schadet aber nicht, wenn sich das Outfit im Handumdrehen (Krawatte ab, Ohrringe an) justieren lässt.