Produktivität3 Dinge, die man sich von Elon Musk abschauen kann

Tesla-Chef Elon Musk
Tesla-Chef Elon MuskGetty Images

Zeige mir deine Meetings und ich sage dir, was für ein Manager du bist. Wie jemand Besprechungen abhält, lässt direkt Aufschluss über seine Führungsqualitäten zu. Wo PayPal-Mitbegründer Elon Musk heute, hätte er seine Zeit (und die seiner Angestellten) in unnötigen und endlosen Meetings verschwendet? Der Gründer von Tesla geht Besprechungen an wie den Rest seiner Karriere: zielorientiert, effizient, dominant. Da werden auch mal Gefühle verletzt.

Musk teilte seine Produktivitätstipps kürzlich in einer Rundmail an die Tesla-Belegschaft. Das Schreiben wurde vom Blog „Electrek“ veröffentlicht. Das sind Elon Musks Meeting-Regeln:

#1 Möglichst wenige Teilnehmer

„Exzessive Meetings sind ein Schandfleck großer Firmen“, warnte Musk seine Angestellten. „Bitte vermeiden Sie alle Besprechungen in großer Runde.“ Einzige Ausnahme: Jeder Teilnehmer profitiert von dem Meeting. In dem Fall soll die Zusammenkunft aber sehr kurz gehalten werden.

#2 Seltene Meetings

Besprechungen in kurzem Abstand sind nach Ansicht Musks nur dann erlaubt, wenn ein Sachverhalt extrem dringlich ist. Ist das Problem geklärt, muss die Taktfrequenz sofort stark abfallen.

#3 Im Zweifelsfall gehen

„Verlassen Sie ein Meeting oder eine Telefonkonferenz, sobald klar ist, dass Sie nichts Wertvolles beizutragen haben“, verlangte Musk von den Tesla-Angestellten. „Es ist nicht unhöflich zu gehen“, betonte der Chef. „Es ist unhöflich, jemanden am Gehen zu hindern und seine Zeit zu verschwenden.“

Musk: „Warum sind Sie hier?“

Musk überwacht die Einhaltung seiner Regeln wenn nötig auch persönlich. Mitarbeiter brauchen in Meetings deshalb schon mal starke Nerven – oder eine geniale Retourkutsche. Skyler Shuford war früher bei SpaceX beschäftigt. Er teilte im Wissensforum Quora eine Anekdote eines Kollegen bei Musks Raumfahrtunternehmen. Demnach hatte sich der Firmengründer während einer Besprechung an einen Teilnehmer gewandt und sinngemäß gerügt: „Sie haben nichts gesagt. Warum sind Sie hier?“

„Das ergibt Sinn“, meinte der Luftfahrtexperte, auch wenn er die Aussage hart an der Grenze zur Unhöflichkeit verortete. „Besprechungen sind teuer“, gab Shuford zu bedenken. Ein Ingenieur könne den Arbeitgeber pro Stunde bis zu 100 Dollar kosten. Schon ein Meeting mit zehn Teilnehmern sei deshalb eine Investition: „Für 1000 Dollar pro Stunde sollte das Meeting es lieber wert sein.“