BewerbungDiese Fehler sollten Sie im Anschreiben vermeiden

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Symbolbild Bewerbungdpa

Lebenslauf, Zeugnisse und je nach Branche auch Arbeitsproben sind wichtig, um sich im Bewerbungsverfahren gegen die Konkurrenz durchzusetzen. Unweigerlich wird einer der ersten Blicke der Personalverantwortlichen aber auch auf das Anschreiben fallen – dem man meist sofort anmerkt, ob sich der Kandidat Mühe gegeben oder flugs das „Copy and Paste“-Prinzip angewandt hat. Neben absoluten No-Gos wie Tipp- und Rechtschreibfehlern, einem falschen Datum, einer fehlenden Unterschrift oder gar Kaffeeflecken sollten Sie diese 4 Fehler nicht machen.

#1 Keine lieblosen „Sehr geehrte Damen und Herren“-Anreden verwenden

Wer sich nicht zwei Minuten Zeit nimmt, um den Geschäftsführer oder bestmöglich passenden Ansprechpartner des Unternehmens zu googlen, darf nicht erwarten, dass sich dieser wesentlich mehr Zeit für die Sichtung der Bewerbung nimmt. Um attraktive Jobs konkurrieren nicht selten Hunderte Kandidaten. HR-Abteilungen sind oft gezwungen, die erste Auswahl nach solch rein formalen Kriterien zu treffen – noch bevor Ihre fachlichen Qualifikationen ins Spiel kommen könnten.

#2 Keinen Roman schreiben

Fassen Sie sich kurz, das Anschreiben sollte keinesfalls länger als eine Seite sein. Haben Sie mehrere Studiengänge absolviert, bereits etliche Jahre Berufserfahrung gesammelt und Ihr Wissen durch diverse Weiterbildungen ergänzt, mag das zwar schwierig zu komprimieren erscheinen. Trotzdem: Beim Anschreiben geht es nicht darum, einen Lebenslauf in einen Fließtext umzuwandeln. Gehen Sie nur auf Stationen und Tätigkeiten ein, die für die Stelle, auf die Sie sich bewerben, relevant sind. Seien Sie dann aber so präzise wie möglich und arbeiten mit konkreten Beispielen. Vermeiden Sie dabei komplizierte Schachtelsätze. Und noch wichtiger: Versuchen Sie nicht, witzig zu sein.

#3 Keine überzeugende Motivation bieten

Knifflig wird es vor allem dann, wenn ein Unternehmen kein klassisches Anschreiben, sondern explizit ein Motivationsschreiben fordert. Natürlich wissen wir alle, dass jeder einen Job braucht, um seinen Lebensunterhalt zu bestreiten, und dass viele Arbeitsuchende sich auf mehr als eine Stelle bewerben. Dennoch ist es schlicht Teil des Spiels, immer glaubwürdig zu vermitteln, für die ausgeschriebene Position zu brennen. Wenn Sie beim Verfassen des Motivationsschreibens indes merken, dass Ihre Aussagen zu floskelhaft oder konstruiert werden und Ihre Beweggründe gar ins Phantastische abdriften, sollten Sie besser direkt die Finger von der Bewerbung lassen.

#4 Den passenden Ton verfehlen

Schießen Sie mit der Beschreibung der eigenen Person nicht über das Ziel hinaus. Bewerben Sie sich zum Beispiel für ein Traineeprogramm, ist es nicht nur unpassend, sondern möglicherweise sogar unfreiwillig komisch, wenn Sie angeblich Führungsqualitäten mitbringen. Wenig überzeugend sind auch Aufzählungen, wie teamfähig, flexibel, stressresistent, kommunikativ und zielstrebig Sie seien, wenn sich dies nicht passgenau an bisherigen Stationen belegen lässt. Ohnehin ist es besser, für Bewertungen von Kompetenzen und persönlichen Eigenschaften auf Zeugnisse zu verweisen und die Benotung so Dritten zu überlassen. Umgekehrt sollte Ihr Tonfall auch nicht unterwürfig klingen. Für die wenigsten Jobs werden gezielt Menschen ohne Selbstbewusstsein gesucht. Formulieren Sie daher auch möglichst aktiv und nur sparsam im Konjunktiv.