KarriereDiese 5 Fragen sollten Sie im Bewerbungsgespräch stellen

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#1 Welche Aufgaben fallen für mich täglich an?

Auch der schillerndste Job ist nicht immer aufregend und spannend. Routinen gibt es überall, und meist machen diese einen großen Teil der Arbeitszeit aus. Weder sind Sie also jeden Tag auf Auslandsreise noch dinieren Sie jeden Abend mit prominenten Werbeträgern des Konzerns. Legt das Unternehmen dagegen viel Wert auf Dokumentieren und Archivieren verbringen Sie stattdessen vielleicht jeden Tag mehr als zwei Stunden damit, dies gewissenhaft zu erledigen. Versuchen Sie daher schon im Bewerbungsgespräch, zu erfahren, was die sogenannte Schwarzbrot-Arbeit sein könnte. So können Sie besser einschätzen, was Sie im Alltag dann tatsächlich erwartet.

# 2 Wie messen Sie Ergebnisse und Erfolge in dieser Position?

Es kann nicht schaden, zu wissen, auf welche Art von Bewertungssystem man sich bei einem neuen Job einlässt. Müssen Sie bereits in den ersten Tagen eine sehr konkrete Zielvereinbarung unterschreiben? Wie und in welchen Abständen wird mit Blick auf diese dann Bilanz gezogen? Fließen neben nackten Zahlen auch andere Aspekte in die Beurteilung Ihrer Arbeit ein? Bekommen Sie von Ihrem möglichen nächsten Arbeitgeber exakte Antworten, hören Sie genau in sich herein, ob das zu Ihren persönlichen Erfahrungen im Umgang mit Stress, Zeitdruck und möglichem internen Wettbewerb im Team passt.

# 3 Mit wem arbeite ich am engsten zusammen?

So erfahren Sie zum Beispiel, wie groß der Kreis ist, in dem Sie agieren werden. Je mehr Mitarbeiter Ihnen im Bewerbungsgespräch aufgezählt werden, desto größer ist auch die Chance, dass Sie ein gewisses Maß an Freiheit und Flexibilität bei Ihren Aufgaben haben. Besteht das Team hingegen nur aus Ihnen und einem Kollegen, werden Sie deutlich eingeschränkter sein – übrigens auch, was die Abstimmung von Urlauben und freien Tagen angeht.

# 4 Welche Möglichkeiten zur beruflichen Weiterentwicklung gibt es?

Diese Frage trauen sich viele Bewerber oft nicht zu stellen, weil sie befürchten, dies könne als mangelndes Interesse an der zunächst ausgeschriebenen Stelle interpretiert werden. Tatsächlich ist die Frage aber wichtig, um einschätzen zu können, ob Sie sich auch mit Blick auf das Gehalt in dem Unternehmen weiterentwickeln könnten. Gibt es definitiv keine Aufgaben mit etwas erweitertem Verantwortungsbereich, wird dies zumindest schwieriger. Zudem lernen Sie nur begrenzt hinzu, um in einem möglichen nächsten Job mit Zusatzqualifikationen aufzuwarten.

# 5 Wie würden Sie Ihre Unternehmenskultur beschreiben?

Legt eine Firma Wert auf regelmäßige Teamevents, hilft bei der Suche nach einer Wohnung am neuen Arbeitsort, unterstützt Weiterbildungsurlaube von Angestellten oder legt Wert auf einen aktiven Betriebsrat offenbart das viel darüber, wie viel Wertschätzung der Arbeitgeber seinen Mitarbeitern entgegenbringt. Und ob es nicht nur um die Frage geht, was Sie für das Unternehmen tun können, sondern auch, was dieses für Sie tut. Antwortet Ihr Gesprächspartner auf diese Frage auch noch mit einem gewissen Enthusiasmus, kann dies zudem Aufschluss darüber geben, wie ernst es ihm mit einer guten Firmenkultur ist.