KarriereDie schlimmsten Fehler bei Präsentationen – für Zuhörer

Symbolbild: Manager in der Präsentation
Symbolbild: Manager in der Präsentation

#1 Ich will unterhalten werden

Ja, viele Präsentationen sind schlichtweg zu trocken. Aber in der Universität war auch nicht jede Vorlesung ein dramaturgisches Meisterwerk. Trotzdem konnte man mangelnde Lernfortschritte nicht auf die Performance des Dozenten schieben. Arbeit ist manchmal tatsächlich anstrengend und durch manche Sachverhalte muss man einfach durch. Am besten gibt man deshalb die Erwartungshaltung, nur famose Präsentationen mit der nötigen Aufmerksamkeit zu würdigen, an der Tür ab.

#2 Schlecht vorbereitet

Auch Zuhörer sollten sich zumindest rudimentär auf eine Präsentation vorbereiten. Das gilt vor allem, wenn es um konkrete Projekte geht. Dieser Wissensvorsprung kann es leichter machen, dem Vortrag zu folgen. Außerdem werden Themen oft interessanter, je mehr man darüber weiß. Zur guten Vorbereitung gehört es auch, mit Stift und Papier in der Tasche zu erscheinen. Ergeben sich während der Präsentation Fragen, können Sie die notieren und bei geeigneter Gelegenheit stellen.

#3 Schlechte Manieren

Wer nichts zum Schreiben dabei hat, tendiert eher dazu, die Frage sofort in den Raum zu werfen. Das kann je nach Art der Präsentation unhöflich bis unkollegial sein. Denn vor allem unsichere beziehungsweise unerfahrene Vortragende werden so aus dem Tritt gebracht. Dasselbe gilt, wenn jemand zu spät zur Präsentation erscheint und nicht etwa ruhig in der hinteren Reihe wartet, sondern sich quer durch den Raum zum letzten freien Sitzplatz pflügt. Kippeln auf dem Stuhl, Nasebohren, lautstarke Unterhaltungen – all das kommt häufiger vor, als man meinen möchte.

#4 Am Handy hängen

Apropos schlechte Manieren: Das Handy sollte während einer Präsentation stumm geschaltet in der Tasche bleiben oder lieber gleich am Schreibtisch gelassen werden. Hantieren mit dem Smartphone ist nur dann gestattet, wenn Sie eine wichtige Nachricht erwarten. In allen anderen Fällen signalisiert der am Display festgesaugte Blick nur demonstrativ, welche Prioritäten Sie so setzen. Die Chancen stehen gut, dass sich die Vorgesetzte das merken wird.

#5 Vortrag kapern

Mancher Mitarbeiter kommt als Zuhörer und geht als Keynote-Sprecher. Das ist aber nicht zwangsläufig eine gute Sache. Natürlich ist es toll, wenn ein Kollege viel zu einem Thema beizutragen hat. Trotzdem sollte die Wortmeldung Grenzen haben. Weiteres kann dann ja im Anschluss besprochen werden. Blender aber können einfach nicht anders, als sich vor versammelter Runde zu produzieren und mit (vermeintlichem) Wissen zu glänzen. Dann ist tatsächlich mal demonstratives Zurücklehnen und Abschalten angezeigt.