KarriereDie 5 größten Management-Fehler

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Symbolbild ManagementGetty Images

Management-Fehler verurteilen eine Firma zum Scheitern oder zumindest zur Mittelmäßigkeit. Zufriedene Angestellte bleiben ihrem Unternehmen treu und belohnen es mit hoher Einsatzbereitschaft. All das schlägt sich für den Arbeitgeber in Heller und Pfennig nieder. Laut der Untersuchung „2018 Fortune 100 Best Companies to Work for“ fahren US-Firmen mit hoher Mitarbeiterzufriedenheit doppelt so hohe Renditen am Aktienmarkt ein. Ein Grund: Zufriedene Angestellte bleiben der Firma treu und arbeiten an ihrem Wachstum mit. In der Gesundheitsbranche beträgt die Fluktuation laut der Studie bei Firmen mit zufriedenen Angestellten nur ein Drittel des Branchendurchschnitts.

Diese fünf Management-Fehler tragen maßgeblich zum Misserfolg eines Unternehmens bei:

#1 Überfordern

Chefs dürfen von ihren Mitarbeitern Spitzenleistungen verlangen. Im Gegenzug müssen sie dafür aber die geeigneten Voraussetzungen schaffen. Eine große Rolle kommt dabei dem realistischen Zeitmanagement zu. Entscheidend hierfür wiederum ist, dass der Chef tatsächlich weiß, welcher Aufwand für bestimmte Aufgaben nötig ist. Zu viele Vorgesetzte aber haben nie den Job ihrer Angestellten verrichtet. Hier gilt es, den Signalen verlässlicher Mitarbeiter zu vertrauen. Spitzenleistungen: Ja, Übermenschliches: Nein.

#2 Mikromanagement

Ein guter Manager hat alle Bereiche seines Unternehmens im Blick. Ein schlechter Manager mischt sich überall ein. Insbesondere starken Führungspersönlichkeiten kann es schwerfallen, Verantwortung aus der Hand zu geben. Ab einer gewissen Unternehmensgröße aber ist das unerlässlich – auch, um verlässliche Organisationsstrukturen zu schaffen, die zur Not auch ohne die ständige Anwesenheit des Chefs funktionieren.

#3 Zu passiv

Für so manchen Manager ist das Delegieren von Verantwortung ein Freibrief, um sich aus vielen Bereichen der Firma zurückzuziehen. Da kann es gerade bei schnellem Wachstum passieren, dass der Boss plötzlich den Überblick über das eigene Unternehmen verliert. Wer sind diese neuen Leute in der Küche? Warum ist ein wichtiger Kunde plötzlich abgesprungen? Bei solchen Fragen ist es höchste Zeit für mehr Engagement.

#4 Leugnen von Fehlbarkeit

Rückschläge gehören bei der Umsetzung gewagter Geschäftskonzepte dazu. Manchmal ist eine radikale 90-Grad-Wende nötig, um eine Idee Realität werden zu lassen. Wer diese Änderungen aber ohne klare Kommunikation anordnet, stößt die eben noch mit leidenschaftlichen Ansprachen angefeuerten Mitarbeiter zwangsläufig vor den Kopf. Ein guter Firmenchef kommuniziert, anstatt blinden Gehorsam einzufordern. Erfolgreiche Manager sind keine unfehlbaren Götter, aber verlässliche Führungspersönlichkeiten. Diese Erkenntnis tut auch Angestellten gut.

#5 Fehlender Anstand

Manager befinden sich naturgemäß in einer Machtposition, aber gleichermaßen in einem Abhängigkeitsverhältnis. Wer nicht in der Lage ist, engagierte Fachkräfte anzuheuern oder im Unternehmen zu halten, hat früher oder später ein massives Problem. Allein schon aus Eigennutz sollte deshalb Anstand zu den leitenden Managementprinzipien gehören. Mitarbeiter werden nicht gedemütigt und nicht ausgenutzt. Der Anstand reicht bis zur Entlassung/Kündigung, bei der ein Ex-Angestellter angemessen für Verdienste gewürdigt und verabschiedet wird. Totschweigen mag zwar am einfachsten sein, attestiert dem Verantwortlichen aber letztlich Führungsschwäche. Das kann sich sich kein erfolgreicher Manager erlauben.