Junge EliteDer Versuch einer Revolution

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Was wären denn Führungsqualitäten, die du dir von den Mitgliedern wünschen würdest?

Langfristiges Denken, Interesse daran, etwas zum Besseren zu verändern, gewaltfreie Kommunikation, um nur ein paar Eigenschaften zu nennen.

Für dein neues Gegenkonzept zum World Economic Forum, dem World Datanomic Forum, suchst du die Mitglieder nach diesen Eigenschaften aus. Wie gehst du vor?

Ich versuche in Gesprächen die richtigen Fragen zu stellen. Zum Beispiel „Wie kommunizierst du privat mit deiner Frau?“ An der Antwort merkt man dann meist schon, ob eine Person eher kompetitiv oder kooperativ ist. Außerdem achte ich darauf, dass meine Gesprächspartner selbst gute und kritische Gegenfragen stellen.

„Wenn der Mensch glücklich ist, ist die Welt besser dran“

Was genau steckt hinter dem World Datanomic Forum?

Es ist meine Antwort auf die frühere Ära. Jetzt ist es Zeit, die Welt für die Menschen besser zu machen, dafür müssen wir die Strukturen verändern. Es geht dabei zum Beispiel um Themen wie Gesundheit, Umwelt und Bildung statt um Profit. Wir versuchen, nachhaltige Ideen für eine sozial gerechte Welt zu finden und helfen Unternehmen dabei, selbst sozialverträglich zu handeln.

Wer ist „wir“?

Ein Leadership-Netzwerk, das ich gerade aufbaue. Mit an Bord ist zum Beispiel der Fondsmanager Georg von Wallwitz, und das Team vergrößert sich stetig.

Und warum sollte die Wirtschaft daran interessiert sein, in Zukunft die Welt besser zu machen?

Wir stellen bei unserer Arbeit den Verbraucher in den Mittelpunkt, wollen für ihn das bestmögliche Leben unabhängig von Firmeninteressen erzielen. Wenn der Mensch glücklich ist, ist die Welt besser dran. Und warum sollte man nicht versuchen, innovative, neue Märkte zu erschließen, die aus der Zufriedenheit der Menschen entstehen statt aus ihrer Ausbeutung?

 

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