MilliardärinnenDas sind die reichsten Europäerinnen


„Forbes“ zählte in diesem Jahr 234 Milliardärinnen weltweit. Das waren zehn weniger als 2019. Insgesamt war etwas über die Hälfte der Milliardärinnen „ärmer“ als bei der vorherigen Liste. Das entsprach dem allgemeinen Trend. Umso bemerkenswerter war es, dass das Gesamtvermögen der reichsten Frauen der Erde nicht schrumpfte. Es erhöhte sich dem Wirtschaftsmagazin zufolge vielmehr um 29,4 auf 927,4 Mrd. Dollar.

Daran hatten die 19 Newcomerinnen einen Anteil. Gleich zwei von ihnen schossen in die Top 10 empor: Mackenzie Bezos, Ex-Frau von Amazon-Gründer Jeff Bezos und Julia Koch. Sie erbte nach dem Tod ihres Mannes David Koch im August 2019 mit ihren drei Kindern 42 Prozent an dem Öl- und Chemiekonsortium Koch Industries. Auf die beiden Neumilliardärinnen allein entfielen 74,2 Mrd. Dollar. Das entsprach acht Prozent des Gesamtvermögens aller Milliardärinnen.

Reichste Frauen: Wenig Gründerinnen

Die Analysten zählten in diesem Jahr 67 Selfmade-Frauen (2019: 68). Der überwiegende Anteil der superreichen Frauen verdankt das Vermögen also einem Erbe oder einer Scheidung. Das heißt aber nicht, dass sich diese Milliardärinnen ihren Reichtum nicht erarbeitet haben. Die viertreichste Frau der Welt war maßgeblich am Erfolg ihres Ex-Mannes beteiligt. Andere Erbinnen führen seit Jahrzehnten erfolgreich ihr Familienunternehmen oder wachen als oberste moralische Instanz über ihr Firmenimperium.

Klar ist mit Blick auf die Liste der reichsten Männer aber: Die Welt braucht dringend mehr Gründerinnen. Das gilt auch für Europa.

Dies sind die reichsten Frauen des Kontinents