KarriereDas müssen Sie bei einer digitalen Bewerbung beachten

Online-Bewerbungen sind heute fast schon Standard
Online-Bewerbungen sind heute fast schon StandardStartupStockPhotos from Pixabay

Die Bewerbung auf Papier ist offenbar schon bald Geschichte. Zu diesem Schluss kommt jedenfalls der Branchenverband der deutschen Informations- und Telekommunikationsbranche (Bitkom) nach einer Umfrage unter Personalverantwortlichen. Fast neun von zehn Unternehmen (86 Prozent) ziehen es demnach vor, wenn potenzielle Mitarbeiter ihre Unterlagen in elektronischer Form einreichen. Die Präferenzen für Bewerbungen fielen wie folgt aus:

  1. E-Mail: 59 Prozent
  2. Online-Bewerbungs-Tool: 27 Prozent
  3. Keine Präferenz: neun Prozent
  4. Bewerbungsmappe: drei Prozent
  5. weiß nicht / keine Angaben: zwei Prozent

Immer mehr Firmen setzen auf digitale Bewerbung

Damit ist der Trend hin zur elektronischen Bewerbung scheinbar nicht aufzuhalten. Bei einer Bitkom-Umfrage 2015 hatten sich noch 58 Prozent der Firmen für eine Online-Bewerbung ausgesprochen. 38 Prozent wünschten damals E-Mails, 20 Prozent nutzten ein eigenes Online-Bewerbungs-Tool.

Für Bitkom liegen die Vorteile auf der Hand. „Von der Digitalisierung profitieren sowohl die Personalabteilungen wie auch die Bewerber. Beide sparen Zeit und Geld und reduzieren obendrein den Ressourcenverbrauch“, sagte Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder zur Vorstellung der Zahlen im Oktober 2018. Er erwartete, dass Online-Bewerbungen künftig durch weitere digitale Möglichkeiten wie Videobewerbungen ergänzt und ersetzt werden.

Für eine erfolgreiche digitale Bewerbung sind nach Ansicht von Bitkom diese fünf Punkte entscheidend:

#1 Alle Unterlagen in einem PDF-Dokument

„Kein Personalverantwortlicher möchte sich mühsam durch verschiedene Anhänge durchklicken“, mahnte der Branchenverband. Die Unterlagen sollten aber auch einzeln zur Verfügung stehen. Manche Online-Plattform verlangen Lebenslauf und Arbeitsproben in separaten Dateien.

#2 Dateiname personalisieren

Bei Bewerbungen per E-Mail werden Anhänge womöglich getrennt von der E-Mail weitergeleitet. Da ist es hilfreich, wenn das PDF-Dokument den Namen der Bewerberin enthält und nicht einfach nur „Bewerbung“ heißt. Auf diese Weise kann der Interessent auch gleich demonstrieren, dass er mitdenkt.

#3 Aussagekräftiger Bezeichnung

Aus ähnlichem Grund sollte bei einer E-Mail-Bewerbung der Titel der Stelle mit in die Betreffzeile. Vermutlich hat das Unternehmen mehrere Stellen ausgeschrieben. Wer deutlich macht, auf welchen Job man sich bewirbt, läuft weniger Gefahr, dass die Bewerbung untergeht.

#4 Dateien kleinrechnen

Bitkom rät dazu, große Dateien auf maximal fünf MB zu verkleinern. Dazu gibt es online etliche Gratisprogramme. Bewerber helfen damit der Firma nicht nur dabei, wertvollen Speicherplatz zu sparen. Manche Unternehmen sperren ihr System für besonders große Mails. Wenn die entsprechende Fehlermeldung beim Job-Interessenten im Spam-Ordner landet, verstreicht die Bewerbungsfrist womöglich unbemerkt.

#5 Sorgfalt walten lassen

Bei Online-Bewerbungen wird schnell unfreiwillig geschludert. Rechtschreibfehler oder fehlende Unterlagen fallen in Papierform einfach leichter auf. Bewerber sollten deshalb auch digital besondere Sorgfalt walten lassen. Da kann helfen, sich die fertige Bewerbungs-E-Mail zunächst selbst zu schicken. Auf diese Weise hat man einen frischen Blick für die Unterlagen und kann sichergehen, dass alles im korrekten Format beim Absender ankommt.

Bitkom Research befragte den Angaben zufolge telefonisch 304 Personalverantwortliche in Unternehmen ab 50 Mitarbeitern. Die Erhebung war laut Bitkom repräsentativ.