Karriere Die 7 häufigsten Fehler bei Bewerbungen

Bewerbungsunterlagen liegen auf dem Tisch
Gute Bewerbungsunterlagen sind der erste Schritt auf dem Weg zum TraumjobPixabay

Das Verfassen einer guten Bewerbung ist eine zwischenmenschliche Kunstform. Man soll glänzen, aber nicht angeben; bescheiden, jedoch selbstbewusst auftreten; die Stelle als Traumjob preisen, ohne ins Schleimen zu verfallen – vom perfekten Bewerbungsfoto gar nicht zu reden. Geht es dann tatsächlich um den Traumjob, ist der Druck immens, mit den Unterlagen zu glänzen. Allzu oft hapert es aber bereits bei den Grundlagen, wie eine Umfrage zeigt. Die Folge: Die Bewerbung landet umgehend im Papierkorb.

Bewerbungen werden überflogen

Die US-Stellenbörse Careerbuilder wollte wissen, welche Fehler bei den Verantwortlichen sofort zum Aussortieren einer Bewerbung führen. Sie ließ vom Meinungsforschungsinstitut The Harris Poll im Sommer 2018 landesweit mehr als 1100 Rekrutierungsexperten, zum Beispiel sogenannte Hiring Manager, befragen. Das Ergebnis dürfte für künftige Bewerber kein Trost sein. Denn 23 Prozent der Befragten gaben an, für jede Bewerbung weniger als 30 Sekunden aufzuwenden.

Entweder reicht den Experten diese kurze Zeitspanne für einen ersten Eindruck von den Kandidaten. Oder die Bewerbung enthält so offensichtliche Fehler, dass sich ein Weiterlesen für die Entscheider nicht lohnt. Denn deren Zeit ist kostbar. Außerdem sind wohl die meisten kaum gewillt, eine zweite Chance zu gewähren. Dafür müssen sich HR-Manager einfach zu viele Zumutungen gefallen lassen. Die Umfrage ergab nämlich auch: Drei von vier der Befragten haben Bewerber schon mal beim Lügen erwischt. Manche Bewerbungen waren schlicht unverschämt – etwa jene der Supermarkt-Hilfskraft, die sich auf eine Arztstelle bewarb. Oder jene Bewerbung, die aus nur einem Satz bestand.

Die Grundlagen müssen stimmen

Doch selbst Top-Qualifikationen für den Traumjob helfen vermutlich wenig, wenn die Form nicht stimmt. Dies waren der Umfrage zufolge die häufigsten Bewerbungsfehler, die umgehend zum Aussortieren führten:

  • Rechtschreib- und Grammatikfehler: 77 Prozent
  • Unprofessionelle E-Mail-Adresse: 35 Prozent
  • Keine greifbaren Informationen: 34 Prozent
  • Lange Absätze: 25 Prozent
  • Formel-Bewerbung, nicht auf das Unternehmen zugeschnitten: 18 Prozent
  • Länger als zwei Seiten: 17 Prozent
  • Kein Anschreiben: 10 Prozent