AutobiografieJan Hofer: Austin-Healey


Jan Hofer in seinem Austin-Healey. Der Wagen steht auch mal vor dem „Tagesschau“-Studio, wenn der Besitzer drinnen die Nachrichten vorträgt.


Die Autobiografie von Jan Hofer hat viele Kapitel. Der Chefsprecher der „Tagesschau“ hat unterschiedlichste Autos besessen. Derzeit sind es drei Oldtimer: ein Austin-Healey 3000 Mk III, ein Mercedes-Benz 220 S und ein VW 1303 LS Cabrio. Auch wenn diese Fahrzeuge nicht unbedingt Hochpreisklassiker sind, zeigt er nicht jedem den Inhalt seiner Hamburger Garage. Als Nachrichtenmann des öffentlich-rechtlichen Fernsehens möchte er den falschen Eindruck von Luxus auf Kosten von Gebührenzahlern vermeiden. Wer Jan Hofer kennt oder auf Oldtimer-Rallyes erlebt hat, weiß: Er gehört nicht zu den Prominenten, die sich gerne mit teurem altem Blech ins Bild drängen, das ihnen eigentlich nichts bedeutet. Hofer ist ein echter Enthusiast und kennt sich mit der Technik alter Autos bestens aus.

Den Mercedes hat er mithilfe eines Mechanikers selbst restauriert. Zwölf Jahre schraubte er an dem Sechszylinder, bis er im heutigen, fast perfekten Zustand war. Auch den Austin-Healey brachte er mit Ausnahme der Alu-Karosserie selbst in Schuss. Am Wochenende tauscht Hofer Anzug und Krawatte mit Blaumann oder Lederjacke, wartet seine drei Oldies oder fährt sie auf Rallyes wie der Ulm–Budapest, die er sogar gewinnen konnte. Bei der Kitzbüheler Alpenrallye zeigte er im 150 PS starken Austin-Healey, wie man damit umgeht. Wegen seines unberechenbaren Fahrverhaltens wurde dem Auto in den 60er-Jahren der Spitzname „The Pig“ verpasst. Hofer hatte jedenfalls großes Vergnügen daran, den flachen Roadster über die Alpenpässe zu scheuchen.