Marketing7 Tipps für erfolgreiches Business-Storytelling

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5. Jede Story braucht einen Konflikt

Damit eine Story das Publikum tief hineinzieht, braucht sie einen Konflikt. Die Präsentation von Geschäftszahlen folgt oft diesem Muster: Das waren unsere Ziele und das haben wir erreicht. Planung, Realität. Wer eine Story erzählt, erweckt hingegen die beiden Zahlen zum Leben, indem er sich dem Weg widmet. Konflikte werden dabei nicht ausgeblendet, sondern zum Kern der Story. Sie erzählt vom Ringen darum, das Ziel zu erreichen. Etwa so: Liebe Kollegen, auf dem Papier sehen die Zahlen jetzt richtig gut aus, aber dahinter steckt ein harter Kampf. Und ohne den unermüdlichen Einsatz von Roberts Team hätten wir unsere Ziele nie erreicht. Denn kaum war das neue Produkt erschienen, ging der Markt auf Talfahrt. Aber Robert erzählt das am besten selbst…

6. Das Publikum

Ein guter Business Storyteller passt seine Geschichte dem Publikum an. Er kennt sein Publikum und holt es dort ab, wo es steht. Ein gutes Vorbild dafür sind politische Reden. Martin Luther King zeigt in seiner Jahrhundertrede „I have a dream“ zugleich wie man es falsch und richtig macht. Als King im August 1963 das Podium betritt, hat das Publikum in großer Hitze bereits eine Reihe von Reden gehört. Man ist müde. King ist der letzte Sprecher an diesem Tag. Er liest vom Manuskript ab, redet am Publikum vorbei. Fast am Ende angekommen, ruft die Gospelsängerin Mahalia Jackson: „Tell them about the dream, Martin!“ Und als er genau das macht, geht ein Ruck durch die Menge – und durch ganz Amerika.

7. Die Erfolgsmetrik des Storytelling

Ein Aspekt, der häufig ausgeblendet oder Agenturen überlassen wird. Ich empfehle, sich immer, wenn Storytelling im Business angewendet wird, neben dem Warum auch die Erfolgsmetrik zu notieren. Das ist die Voraussetzung dafür, zu lernen. Nur wenn ich weiß, wie ich den Erfolg messe, lässt sich nach dem Einsatz von Storytelling sagen, ob es funktioniert hat oder nicht. Das geht online und offline. Beispiel: Ein Vortrag des CEOs. Die Klicks und Likes der Print-Version oder des Videos lassen sich leicht messen. Aber auch der Erfolg des Live-Vortrags ist messbar – am Applaus, an der Stimmung im Saal, der Anzahl der Fragen, der Begeisterung, mit der die nächsten Schritte in Angriff genommen werden. Was auch immer Sie für wichtig halten: Schreiben Sie es vorher auf und sorgen Sie dafür, dass es gemessen wird.

 


Thomas Pyczak ist Autor des Buches „Tell Me! Wie Sie mit Storytelling überzeugen“. Er bloggt regelmäßig über das Thema und ist als Storytelling-Consultant und -Coach tätig.