Management7 zeitlose Eigenschaften eines guten Chefs

Eine Frau schaut nachdenklich auf einen Computerbildschirm
Symbolbild: Managerin Getty Images

Schlechte Chefs gefährden die Gesundheit der Angestellten und den Erfolg ihres Unternehmens. Zu diesem Schluss kommt das Marktforschungsinstitut Gallup in seiner Untersuchung „State of the American Manager“. Die Experten vergleichen die negativen Auswirkungen sogar mit den Folgen von Zigarettenkonsum. Schlechte Manager vergiften nämlich laut Gallup nicht nur das Klima im Büro. Der durch sie verursachte Stress verfolge Angestellte bis nach Hause. Mögliche Folgen: Mehr Krankheitstage, abnehmende Produktivität, mangelnde Motivation, unzufriedene Kunden.

Diese Eigenschaften braucht ein guter Chef

Viele Arbeitnehmer ziehen aus Selbstschutz die Reißleine. Jeder zweite Angestellte habe schon einmal wegen eines miesen Vorgesetzten gekündigt, fand Gallup heraus: „Menschen verlassen Manager, nicht Firmen.“ Das Marktforschungsinstitut hat für den Bericht „State of the American Manager“ nach eigenen Angaben rund 2,5 Millionen von Managern geführten Teams in 195 Ländern untersucht. Dabei kristallisierten sich diese sieben Eigenschaften eines guten Managers heraus:

#1 Besetzt Positionen mit den richtigen Leuten

#2 Verantwortlichkeiten werden klar benannt

#3 Inspiriert Angestellte mit einer überzeugenden Vision

#4 Motiviert jeden einzelnen Angestellten

#5 Führt und trainiert Mitarbeiter basierend auf ihren Stärken

#6 Fällt Entscheidungen basierend auf Produktivität, nicht auf machtpolitischen Erwägungen

#7 Schafft auch jenseits der Arbeitswelt ein Vertrauensverhältnis

Mehr Sorgfalt bei Manager-Wahl

Die Liste zeigt: Gute Führungskräfte verfügen über viele zwischenmenschliche Soft Skills. Die werden laut Gallup aber immer noch zu wenig bei der Auswahl von Managern berücksichtigt – mit möglicherweise schwerwiegenden Folgen für das Unternehmen. Zwar ließen sich viele Führungsqualitäten erlernen und trainieren. Die Experten raten aber dazu, von vornherein nach Kandidaten mit angeborenem Managementtalent Ausschau zu halten.

Dabei könnte sich ein Blick auf die eigene Belegschaft lohnen. Gibt es nicht vielleicht Angestellte, die noch nicht in Führungsrollen sind, aber bereits die nötigen Qualitäten bewiesen haben? Oft seien gute Manager längst rekrutiert – sie müssten nur noch befördert werden, meinen die Experten.