Beruf5 Tipps für eine Karriere ohne Abitur und Studium

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#3 Sind Sie bereit, Ratschläge anzunehmen und umzusetzen?

Menschen, die trotz fehlendem Abitur und Studium Karriere machen wollen, verfügen in aller Regel über eine gute Portion Selbstvertrauen. Das ist gut und wichtig, um sich im Wettbewerb adäquat zu positionieren – allerdings ist der Grad zur Übersteigerung oftmals sehr schmal. Selbstüberschätzung ist hingegen in keinem Fall ein guter Ratgeber, verbaut sie uns doch manchmal den Zugang zum Wissen und den Fähigkeiten anderer Menschen. Im Laufe unseres Berufsweges werden wir immer wieder auf Personen treffen, die viel Erfahrung in ihrem Metier mitbringen und die uns die echte und wahre Seite der Wirtschaft zeigen. Wir müssen solche Chancen nutzen und versuchen, dieses Wissen für uns verfügbar zu machen. Gewinnen wir solche Personen als Mentoren, sind das Meilensteine für die Karriere. Grundvoraussetzung aber ist die Bereitschaft, Ratschläge überhaupt anzunehmen und in die eigenen Überlegungen einzubeziehen. Ähnlich verhält es sich mit den Grenzen der eigenen Möglichkeiten: Nicht alles können und müssen wir selbst machen, in einigen Punkten sind andere Menschen qualifizierter oder besser. Das anzuerkennen ist ein wichtiger Punkt für eine Führungskraft und eine Notwendigkeit auf dem Weg, sich dazu zu entwickeln.

#4 Wie gut ist Ihr Netzwerk?

Beziehungen und Kontakte waren schon immer ein wesentlicher Treibstoff für beruflichen Erfolg. Gerade Aufsteiger können sehr davon profitieren, wenn es ihnen beizeiten gelungen ist, ein belastbares Netzwerk aufzubauen. Dazu reicht es sicher nicht aus, im normalen beruflichen Umfeld zu bleiben. Schon früh sollten daher Branchenveranstaltungen, Messen und Kongresse besucht werden, um zusätzliche Kontakte aufzubauen. Ein Netzwerk kann Türen öffnen, die sonst verschlossen bleiben, oder persönliche Gespräche ermöglichen, die andernfalls nie stattfinden würden. Dabei ist es wichtig, dass man seine Karriere in genau der Branche plant, in der man sich auskennt und in der man gekannt wird. Abgesehen vom profunden Fach-Know-how, das die Entwicklung hin zu höheren Positionen erst ermöglicht, helfen nur dort die langfristig aufgebauten und – ganz wichtig – auch gepflegten Netzwerkkontakte wirklich weiter.

#5 Wie viele Rückschläge können Sie aushalten?

Eine Karriere in eine Position mit Führungsverantwortung und Gestaltungsspielräumen ohne Abitur und Studium anzustreben, ist ohne Frage eine Herausforderung. Es wird nicht immer so sein, dass der Weg schnurgerade verläuft und sich Dinge so entwickeln, wie man sie sich vorgestellt hat. Es wird zu Rückschlägen kommen, der sorgsam geplante Ausstieg gerät ins Stocken. Im Vertrieb kennt jeder die Situation, in der man gutes Produkt hat, gute Kontakte, positive Verkaufsgespräche und am Ende des Tages doch keinen einzigen Abschluss. Das muss man aushalten können, ohne frustriert zu sein und ohne in eine emotionale Abwärtsspirale zu geraten. Es kommt der Tag, an dem das sich auch diese Barriere auflöst. Erfolg ist nur selten ein Ko-Sieg in der ersten Runde, immer aber das Ergebnis kontinuierlicher Arbeit. Selbstmotivation ist gefragt, wenn sich anfängliche Erfolge nicht wiederholen lassen. Mit noch härterer Arbeit und mit noch mehr Engagement muss dann das Glück gezwungen werden.

Am Ende zählen allein die Fähigkeiten

In Führungsposition kommen – das wollen viele. Wer das Ziel auf der Basis einer soliden Ausbildung, aber ohne Abitur und Studium anstrebt, der muss mehr geben als alle anderen. Der muss bereit sein, einen harten Weg zu gehen, der von ihm neben aller beruflichen Fachkenntnis ganz viel Leidenschaft und Lust verlangt; Leidenschaft und Lust, nicht einen x-beliebigen Job zu machen, sondern eine Berufung gefunden zu haben. Das ist möglich und machbar, Beispiele gibt es genügend. Wer sich in seinem Beruf und auf seiner Position etabliert hat und seine Leistung bringt, wird irgendwann von niemandem mehr nach seiner formalen Qualifikation gefragt. Dann zählen allein die nachgewiesenen Fähigkeiten.