Gefeuert5 Tipps für die Jobsuche nach der Kündigung

Ein Mann im grauen Anzug befindet sich im freien Fall
Wer rausfliegt, muss zusehen, dass er auf den Füßen landetGetty Images

#1 Geben Sie sich Zeit zu heilen

„Bewerber wollen das nicht hören, aber sie kehren oft zu schnell auf den Arbeitsmarkt zurück“, warnte der britische Karriereberater John Lees im Magazin „Harvard Business Review“. Wer sich noch voller Verbitterung, Ärger und auch Traurigkeit einem neuen Arbeitgeber vorstellt, gibt naturgemäß kein optimales Bild ab und schadet womöglich gar der eigenen Reputation. „Sie wollen Ihre besten Kontakte nicht verbraten, wenn Sie noch nicht wirklich bereit sind“, gab Lees zu bedenken.

#2 Arbeiten Sie die Kündigung auf

Vor der Suche nach einer neuen Stelle sollte unbedingt das Ende des vorherigen Jobs aufgearbeitet werden. Hätten Sie etwas besser machen können oder hat schlicht die Chemie mit dem Chef nicht gestimmt? Eine klare Analyse hilft dabei, künftig dieselben Fehler zu vermeiden sowie den Schock über die Entlassung zu verdauen. Der Prozess zeigt womöglich auf, in welchem Bereich oder unter welcher Art von Boss Sie am besten arbeiten können.

#3 Strecken Sie die Fühler aus

Etwa jede dritte Stelle wird über Beziehungen besetzt, in Kleinbetrieben sogar fast jede zweite. Dabei sind es seltener enge Freunde, die bei der Jobsuche helfen können. „Die meisten Menschen finden über lockere persönliche Beziehungen eine Stelle“, sagte Claudio Fernández-Aráoz von der Personalberatungsfirma Egon Zehnder der „Harvard Business Review“. Er riet dazu, sich unter früheren Vorgesetzten, Kollegen, Beratern oder Anwälten umzuhören. Das Netzwerk weist womöglich den Weg zu einer passenden freien Stelle oder stellt den Kontakt zu potenziellen Kunden her.

#4 Verschweigen Sie den alten Job nicht

Insbesondere bei einem bitteren Ende liegt die Versuchung nahe, die vorherige Stelle bei Bewerbungen unter den Tisch fallen zu lassen. Mit einer Lücke im Lebenslauf schaden Sie sich aber nur selbst. Sie sollten deshalb den alten Job nicht verheimlichen. Betonen Sie, welche Erfolge Sie bei Ihrem alten Arbeitgeber vorzuweisen hatten und dass Sie sich nun auf neue Herausforderungen freuen.

#5 Gehen Sie in die Offensive

Bringen Sie es nicht selbst zur Sprache, aber seien Sie darauf gefasst, dass ihre Entlassung bei einem Vorstellungsgespräch Thema sein wird. Experte Lees empfiehlt „brutale Ehrlichkeit“, sollten eigene Fehler oder Versäumnisse zum Rauswurf geführt haben. Er rät zu dem Ansatz: „Das ist passiert. Ich habe es verarbeitet. Ich habe daraus gelernt. Und diese Sachen würde ich anders machen, wenn ich erneut in einer solchen Lage wäre.“ Diese Taktik verwandle den Rauswurf für den potenziellen neuen Arbeitgeber in eine Stärke. „Sie zeigt, dass wir nicht einen Problemfall anheuern, sondern dass wir jemanden einstellen, der aufgrund seiner Erfahrungen viel zu bieten hat.“