Karriere5 Gründe, die gegen das Chef-Sein sprechen

Das Eckbüro, eine eigene Sekretärin - dennoch ist der Chefposten nicht für jeden gemacht.
Das Eckbüro, eine eigene Sekretärin - dennoch ist der Chefposten nicht für jeden gemacht.Pixabay

Ständig wird einem suggeriert: Je höher wir auf der Karriereleiter klettern, umso besser. Doch nicht immer ist es erstrebenswert, die letzte Stufe zu erklimmen, und viele Gründe sprechen dagegen, Chef zu werden. Zwar locken ein hohes Gehalt, eine große Entscheidungsmacht und ständig neue Herausforderungen vor allem die Führungstypen unter uns, sich diese Position zu sichern, jedoch bringt sie auch negative Seiten mit sich. Hier sind 5 Gründe, warum es auch okay ist, es sich ein paar Stufen weiter unten gemütlich zu machen und nicht Chef zu werden:

#1 Sie haben nie frei

Einfach nach Feierabend den Job ‚Job‘ sein lassen, den Kopf ausschalten und nicht daran denken, was morgen passiert? Das wird als Chef schwieriger. Denn irgendwas ist immer, wichtige Entscheidungen wollen gründlich überdacht werden und vieles nimmt man mit nach Hause. Die Folge ist: So richtig frei haben Sie nie. Das ist eine große mentale Herausforderung, der man als Chef gewachsen sein muss.

#2 Zu viel Verantwortung

Neben dem Jobtitel tragen Sie ab jetzt noch etwas anderes: die Verantwortung. Alles kommt bei Ihnen zusammen und wenn es hart auf hart kommt, müssen Sie dafür gerade stehen. Viel Verantwortung kann einen zwar auch anspornen und dazu führen, dass man sich enorm weiter entwickelt, aber es ist auch eine Bürde, die man tragen muss.

#3 Kollegen werden plötzlich zu Angestellten

Was vorher eine normale Beziehung unter Kollegen war oder sogar ein freundschaftliches Verhältnis, wird plötzlich zu etwas anderem: Das Machtverhältnis verschiebt sich. Das wird eine neue Dynamik hervorrufen, die vielleicht schwieriger ist als gedacht. Auf einmal sind Sie eine Autoritätsperson und müssen Ihr Verhalten ändern, um bestimmte Dinge durchzusetzen.

#4 Sie müssen unangenehme Entscheidungen treffen

Mit der neuen Position kommen neue Aufgaben auf Sie zu, manche davon werden nicht angenehm sein. Als Chef muss man teilweise das eigene Empfinden hinten anstellen und im Wohl der Firma handeln – manchmal heißt das auch, das eigene Moralverständnis zu übergehen. Nicht immer werden alle Angestellten glücklich über die Entscheidungen sein, denen sie sich unterordnen müssen, und das müssen Sie als Chef aushalten können.

#5 Deine Leidenschaft bleibt auf der Stecke

Irgendwann haben wir alle uns einmal vorgestellt, was wir werden wollen, wenn wir groß sind. „Chef“ gehörte im Zweifel nicht dazu. Ihre Fähigkeiten, Visionen, Ihre Leidenschaft war vermutlich das, was Sie angetrieben hat, Ihren Beruf zu wählen, was Sie motiviert, jeden Tag ins Büro zugehen, und was Sie daran reizt, neue Wegen zu gehen. Oft bleibt aber genau das als Chef auf der Strecke, denn es kommt ein völlig neuer Tätigkeitsbereich dazu, der manchmal inhaltlich wenig mit Ihrer eigentlichen Leidenschaft zu tun hat.