Management5 Fragen um Blender bei der Bewerbung zu entlarven

Bewerber schüttelt Hand
Symbolbild: Bewerber im VorstellungsgesprächGetty Images

Sogar selbstbewussten Jobsuchenden kann im Bewerbungsgespräch die Eloquenz mal flöten gehen. Bei Blendern ist das oft umgekehrt. Sie blühen beim Hochstapeln auf, schließlich ist das ihr Basismodus im Leben. Dafür fehlt dann später am Arbeitsplatz fast alles, was einen guten Mitarbeiter ausmacht. Kompetent, engagiert, auf Zack: Nein, der Blender hat im Vorstellungsgespräch seine größte Leistung erbracht. Mit diesen Fragen können Sie Bewerber durchschauen.

#1 Was erwarten Sie von der Stelle?

Simpel, aber effektiv. Lautet die Antwort tatsächlich „Hauptsache irgendwas mit Medien/Finanzen/xyz“ hat es der Bewerber offenbar nicht nötig, im Vorstellungsgespräch zu glänzen. Wessen Ambitionen beim Motto „Mein Haus, mein Auto, mein Boot“ enden, sind an dieser Stelle ebenfalls fehl am Platz.

#2 Warum diese Firma?

Mancher Blender-Bewerber ist womöglich schlau genug, sich intensiv mit dem Jobprofil der Ausschreibung beschäftigt zu haben. Diese Frage aber prüft: Schaut er oder sie über den Schreibtischrand hinweg? Sieht sich der Bewerber als Teil eines Teams? Wer lediglich das Mission Statement von der Internetseite rezitiert, ist unten durch. Dieses Äquivalent eines laschen Händedrucks lässt kaum auf späteres Engagement hoffen.

#3 Warum wollen Sie sich beruflich verändern?

Ein Jobwechsel sollte immer mit Selbstreflexion einhergehen. Warum ist man mit der derzeitigen Situation am Arbeitsplatz unzufrieden? Oder auch: Warum wurde gerade man selbst und nicht der Kollege entlassen? Wer auf diese durchaus unangenehme, aber elementare Frage keine vernünftige Antwort weiß, hat vermutlich generell nicht viel an Analysefähigkeiten zu bieten.

#4 Was haben Sie von Ihrem alten Chef gelernt?

Manche Bewerber meinen, ihren früheren Chef beim potenziell neuen Boss schlecht machen zu müssen. Lästern, Wehklagen oder auch ein schlichtes „Wenig“ lassen nichts Gutes vermuten. Das gilt insbesondere, wenn der Bewerber längere Zeit bei dem früheren Arbeitgeber war. Was genau hat er da getan: Däumchen gedreht? Initiative sieht anders aus.

#5 Sind Sie für diese Position qualifiziert?

Je anspruchsvoller die Stelle, desto eher darf hier die ehrliche Antwort „Nicht hundertprozentig“ lauten. Schließlich sollte ein Bewerber lieber dazulernen, anstatt überqualifiziert zu sein. Die Erkenntnis, was man noch nicht weiß und die Bereitschaft zum Wachsen an der Aufgabe sind wertvolle Eigenschaften, die bereits Qualifikationen an sich darstellen – und die dem Blender grundlegend abgehen.