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Karriere 5 Fehler in Vorstellungsgesprächen

Was verrät Ihre Körpersprache dem Gegenüber?
Was verrät Ihre Körpersprache dem Gegenüber?
© IMAGO / Westend61
Ein wichtiger Teil der menschliche Kommunikation läuft nonverbal ab. Deshalb ist es in Bewerbungsgesprächen wichtig, genau zu wissen, welchen Eindruck man mit Körperhaltung und Händedruck auf sein Gegenüber macht

#1 Mimik

Im Gesicht kann man am schnellsten die Gefühlslage des Gegenübers deuten. Beim Kennenlernen einer fremden Person, neigen Menschen dazu einen ernsten Blick aufzusetzen, wodurch sie unnahbarer wirken. Drücken sie bewusst Ihre Gefühle aus, so bauen sie schneller eine zwischenmenschliche Beziehung auf. Im Bewerbungsgespräch sollteb Sie also lächeln – vor allem, wenn Sie sich für einen Job bewerben, bei dem es viel Kundenkontakt gibt.

Grundsätzlich ist Augenkontakt das A und O jedes Gespräches. Es signalisiert, dass Sie fokussiert und aufmerksam sind. Ohne Blickkontakt wirken Sie schnell unsicher oder verschlossen. Das muss allerdings nicht unbedingt heißen, dass Sie das tatsächlich sind. Dafür ist Körpersprache zu komplex. Dennoch sind diese Klischee-Interpretationen eine hilfreiche Orientierung. Sollten Sie also eine Person sein, die Blickkontakt lieber meidet, üben Sie ein wenig vor Ihrem nächsten Bewerbungsgespräch. Gewohnheiten lassen sich leichter ändern, als man manchmal glaubt.

Damit aus dem Augenkontakt kein Wir-starren-uns-an-Wettbewerb wird, empfiehlt es sich den Blick in regelmäßigen Abständen zu wechseln. Sollte es sich bei dem Vorstellungsgespräch um ein Panel-Interview handeln, schauen Sie alle Personen an, fokussieren sich aber auf die Fragestellerin bzw. den Fragesteller.

#2 Körperhaltung

Auch an der Körperhaltung lässt sich erkennen wie sich jemand fühlt. Sitzen Sie deshalb unbedingt aufrecht und leicht nach vorne gelehnt. Dadurch wirken Sie entspannt und gleichzeitig am Gespräch beteiligt. Die Arme nie verschränken. Stellt man Ihnen eine unangenehme Frage, machen Sie sich nicht klein. Das automatische Zusammenziehen ist zwar eine natürliche Reaktion, doch einige Gesprächspartner wollen Sie testen und auf diese Weise gezielt Ihre Körpersprache lesen . Nehmen Sie gerne mehr Platz ein.

Besonders häufig liest man davon, das Gegenüber in der Körperhaltung zu spiegeln. Bevor Sie allerdings die gleiche Position einnehmen, warten Sie lieber einige Sekunden. Sonst könnte der Gesprächspartner die Nachahmung bemerken und diese als eher unangenehm empfinden.

#3 Handhaltung

In Nicht-Corona-Zeiten beginnt ein Bewerbungsgespräch gewöhnlich mit dem Händeschütteln. Ist der Händedruck zu fest, wirkt man auf das Gegenüber zu dominant. Andersherum impliziert ein schlaffer Händedruck Energielosigkeit. Wichtig ist, dass Sie die Person sind, die den Händedruck initiiert.

Die Handhaltung soll ebenfalls viel über den Charakter verraten. So wirken nicht sichtbare Handflächen eher unsympathisch, als ob man etwas verstecken wolle. Die Handflächen nach oben zu halten, hingegen lässt jemanden ehrlicher und vertrauensvoller erscheinen. Beim Sprechen die Hand aufs Herz legen demonstriere, dass das Gesagte wirklich von Herzen komme. Verschränkte Finger auf der anderen Seite deuten auf eine ängstliche Person hin.

#4 Hektische Bewegungen

Je hektischer Sie sich in einem Vorstellungsgespräch bewegen, desto unsicherer und nervöser wirken Sie. Genauso sollten Sie es vermeiden, an einem Ring oder einer Uhr herumzuspielen. Wollen Sie mehr Selbstbewusstsein ausstrahlen, reduzieren Sie das Tempo Ihrer Gesten. Das kann insbesondere in Situationen der Aufregung schwerfallen. Indem das Ein- und Ausatmen bewusst entschleunigt wird, verlangsamen Sie ebenfalls den Puls. So nehmen Sie die Hektik heraus, und wenn es Ihnen viel zu langsam vorkommt, dann wird das Tempo stimmen.

#5 „Lügen“-Signale

Einige körpersprachliche Signale werden häufig mit Lügen assoziiert. Wenn Sie diese unbewusst zeigen, kann das Ihr Gegenüber durcheinanderbringen. Menschen, die die Unwahrheit erzählen, versuchen eine größere Distanz zwischen sich und ihrem Gesprächspartner zu bringen. Sie lenken gerne mit einer anderen Tätigkeit ab, beispielsweise in dem sie die vor sich liegenden Unterlagen sortieren. Auch wenn Sie nervös sind, sollten Sie so etwas vermeiden. Sprechen Sie lieber mit einer tieferen Stimmlage und blinzeln Sie nicht auffällig häufig.

Generell sollten Sie die Hände lieber von Ihrem Gesicht fernhalten. Das Berühren von Nase, Mund und Ohren kann als Anzeichen für eine Lüge interpretiert werden – als wolle man sich mit der Hand vor der eigenen Aussage schützen. Aber Vorsicht: Natürlich können Mimik und Gestik abhängig vom Gegenüber auf unterschiedliche Weise gedeutet werden. Je besser Sie also Ihren Gesprächspartner kennen, desto mehr können Sie im Gespräch auf Ihn eingehen.

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