Karriere4 Tipps für mehr Produktivität trotz Müdigkeit

Jobfrust: Manchmal hilft es, die Karriereleiter runterzuklettern
Jobfrust: Manchmal hilft es, die Karriereleiter runterzukletternGetty Images

#1 Mittagsschlaf

Es ist eine Binsenweisheit und deshalb umso wahrer: Schlaf ist das beste Mittel gegen Müdigkeit. Im Gegenzug ist es unrealistisch zu erwarten, dass jeder Arbeitnehmer stets bestens ausgeruht und voller Tatendrang im Büro erscheint. Die naheliegende Lösung: Ein kurzes Mittagsschläfchen. Power Napping macht seinem Namen alle Ehren. Schon wenige Minuten können ausreichen, um die Produktivität zu steigern und die Fehlerrate sinken zu lassen. Das haben innovative Firmen wie Google längst erkannt und bieten müden Angestellten Rückzugsräume für Schlafpausen. Die gelten in Deutschland leider immer noch als Zeichen der Schwäche und sind eher verpönt.

#2 Vorsicht beim Kaffee

Nach einer zu kurzen Nacht scheint die Lösung eigentlich nahezuliegen. Extra viel Kaffee hilft morgens dabei, in die Gänge zu kommen. Am Nachmittag peitscht uns Koffein durch das Leistungstief. Aber Experten werden nicht müde zu betonen: Wenig Kaffee ist bei Übermüdung die bessere Strategie. Denn nach dem High folgt meist ein umso stärkerer Leistungsabfall. Außerdem kann zu viel Kaffee dazu führen, dass man abends schlechter einschläft.

#3 Bewegung

Wenn die Augen ständig zufallen, möchte man am liebsten zusammengesackt am Schreibtisch verharren. Ein typischer Anfängerfehler. Die Müdigkeit wird bleierner, die Arbeit fällt noch schwerer und der Tag zieht sich schier endlos in die Länge. Tun Sie sich einen Gefallen und kommen Sie in die Gänge. Es kann schon helfen, Absprachen nicht per Slack zu erledigen, sondern zum betreffenden Kollegen zu gehen. Ein Telefonat wird vielleicht für einen Streifzug durchs Treppenhaus genutzt. Ein strammer Spaziergang zur Arbeit oder während der Mittagspause macht munter.

#4 Kampf der Currywurst

Schlafentzug wirkt ähnlich wie ein Kater. Das gilt nicht nur für die eingeschränkte Konzentrationsfähigkeit. Körper und Gemüt verlangen nach Wohlfühlspeisen, vorzugsweise schön fettig, salzig oder süß. Schokoriegeln und Schinkencroissants zum Frühstück oder Currywurst mit Pommes lassen im übermüdeten Zustand zwar kurzzeitig selig aufseufzen und viel kauen muss man zum Glück ebenfalls nicht. Sie verschlimmern aber leider den Durchhänger nur, da der Körper zum Verdauen der schweren Seelenschmeichler viel Energie benötigt. Es muss ja nicht gleich freudlose Rohkost zum Mittagessen sein. Aber wer nach einer viel zu kurzen Nacht auf eher leichte Nervennahrung setzt, macht sich auch das Leben leichter.