Kolumne4 Tipps für mehr Produktivität, Konzentration und mentale Erholung

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Regelmäßige Pausen sind ohnehin sinnvoll, um an langen – und ebenso an weniger langen – Arbeitstagen fit zu bleiben. Wir alle brauchen die notwendige Arbeitsunterbrechung, um anschließend wieder mit vollen Akkus, guter Laune und viel Power den nächsten Herausforderungen zu begegnen.

Und vor allem unser lechzt Hirn nach Kontrastprogrammen, um ganzheitlich und gesund zu funktionieren: Nach der ersten Tageshälfte mit vielleicht intensivem analytischen und logischen Denken braucht der Kopf eine Pause – Kontrastprogramm – mit leichter Zerstreuung und vielleicht Kreativität (Lachen, Kollegenpausenplausch) oder ein Zuwendung zur Sprache – weg von der Logik – mit Lesen in der Lieblingszeitschrift, einem Roman, um anschließend wieder mit voller Drehzahl und Lust zu arbeiten.

Das Kontrastprogramm sollte immer ganzheitlich stattfinden. Schreibtischtäter kommen in Bewegung und verbringen die Pause bestenfalls NICHT durchgehend auf dem Kantinenstuhl oder Imbisshocker. Ein flotter kurzer Gang um den Block reichen meist aus.

#4 Nein sagen

Ein höfliches und ebenso bestimmtes NEIN wirkt wahre Wunder, wenn es um die Eliminierung von Zeitfressern, Nebenkriegsschauplätzen und Konzentration auf das Wesentliche geht. Wir müssen nicht immer die bzw. derjenige Kollege/in sein, die bzw. der jeden Wunsch und jede Bitte vom Schreibtisch schräg gegenüber schultert. Einfach mal das Nein bei harmlosen Fragen und Bitten ausprobieren.

Wir werden entdecken, dass es uns fortlaufend leichter gelingt, die vier Buchstaben über die Lippen zu bringen, wenn man uns auf dem letzten Drücker auf dem brechendvollen Schreibtisch noch eine weitere Projektmappe „unterjubeln“ möchte, weil wir bisher unter dem Label „fleißige Biene“ oder „Terminator“ liefen oder laufen wollten. Eines ist sicher: Auch nach einem erneuten Nein wird uns der oder die Kollegin, mit denen wir ohnehin gern zusammenarbeiten, auch weiterhin mögen.

Hilfreich ist es zudem sich zu erinnern, wie oft wir selbst ein Nein von unseren Mitmenschen kassieren und diese vermutlich damit auch nicht in die Hölle geschickt haben. Bei den größeren Neins können wir zunächst, um Bedenkzeit bitten. In Ruhe können wir dann entscheiden, ob wir ja zur Alternative sagen und was uns schlimmstenfalls bei einer Absage erwartet.


Lena Wittneben schreibt hier regelmäßig für Capital.de. Sie ist systemischer Coach, Gedächtnistrainerin und Speaker – mehr unter lena-wittneben.de. Der wöchentliche Interview Podcast „There is a crack in everything…“ ist gratis auf ItunesSpotify oder ihrer Webseite abrufbar.