Auszeit4 Tipps für die Sabbatical-Planung

Symbolbild Sabbatical
Symbolbild SabbaticalPixabay

Immer mehr Beschäftigte fühlen sich überfordert oder zumindest extrem ausgelastet. Nicht selten kommt da der Wunsch auf, dem Job mal für einige Zeit den Rücken zu kehren – zu reisen, viel Zeit mit der Familie zu verbringen, einen Sprachkurs oder schlicht etwas ganz anderes als sonst zu machen. Viele Firmen haben inzwischen auch bereits Erfahrungen mit Sabbaticals gesammelt, so dass sich Beschäftigte trauen können, mit diesem Wunsch beim Chef anzuklopfen. Neben dessen Zustimmung sind aber weitere Punkte wichtig.

# 1 Rechtzeitig planen

Die Planung für die berufliche Auszeit kann nicht früh genug beginnen, insbesondere wenn
mit dem Arbeitgeber ein Modell abgesprochen werden soll, bei dem ein Teil des Gehaltes
weitergezahlt werden soll. Beim sogenannten Teilzeitmodell arbeiten Sie ein Jahr lang Vollzeit, werden für das zweite Jahr freigestellt und beziehen in beiden Jahren ein
Teilzeitgehalt – und sind sozialversichert. Wem 50 Prozent seines Lohns nicht ausreichen,
der kann mit seinem Arbeitgeber auch einen längeren Ansparzeitraum vereinbaren. Wichtig
ist auf jeden Fall: Sie sollten sich sicher sein, sich die Auszeit leisten können. Grundsätzlich
gilt auch: Da man ein Sabbatjahr meist nur einmal macht, sollte wohlüberlegt sein, wozu
man die Zeit nutzt.

# 2 Vertretungsmöglichkeiten klären

Frühzeitig sollten Sie auch mit Ihrem Arbeitgeber klären, welche Lücke Ihre Abwesenheit für die Firma und konkret Ihr Team bedeutet, und wie diese am besten überbrückt werden
kann. Es ist Vorlaufzeit nötig, um eine Vertretung einzuarbeiten und laufende Projekte zu
übergeben. Sprechen Sie das Thema Sabbatical am besten mindestens ein Jahr im Voraus bei Ihrem Arbeitgeber an.

# 3 Den Wiedereinstieg vorbereiten

Selbst ein Jahr geht mal vorbei, und Sie kehren an Ihren alten Schreibtisch zurück. Um
sicherzugehen, dass Sie tatsächlich wieder in Ihrer früheren Position und mit denselben
Aufgaben wiedereinsteigen, sollten Sie dies vor der Auszeit schriftlich mit Ihrem Chef
festhalten. Möglicherweise ist ein Zusatz- oder Extravertrag zu Ihrem Arbeitsvertrag sinnvoll. Einige große Unternehmen haben dazu auch bereits Mustervereinbarungen parat.

# 4 Privates Umfeld nicht vergessen

Wer während seiner Auszeit mehrere Monate oder länger zum Beispiel auf Reisen geht,
muss sich natürlich nicht nur am Arbeitsplatz abmelden. Beziehen Sie Ihr persönliches
Umfeld ebenso konkret in alle Planungen mit ein. Machen Sie sich eine To-do-Liste mit
allem, was erledigt werden muss – von einer möglichen Untervermietung der Wohnung über eventuell notwendige Zusatzversicherungen bis zur Kündigung von Abonnements.