Jahresstart4 Impulse für ein erfolgreiches Jahr

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#3 Sich weniger wichtig nehmen

Unglaublich, aber wahr, die Welt dreht sich nicht nur um uns. Wie anstrengend ist es, fortlaufend Nabelschau zu betreiben und zu vermuten, dass jeder als kritisch empfundene Blick oder die schlechte Laune des Gegenübers etwas mit uns zu tun hat – beziehungsweise mit dem, wie wir sind oder vielmehr wie wir nicht sind. Glücklicherweise ist es möglich aus der Ego-Falle auszutreten.

Lockerlassen, loslassen und sich vergegenwärtigen, dass wir es ohnehin niemals allen recht machen können – und auch gar nicht wollen! Beruhigend dabei: Uns gefällt ja auch nicht jede/r, oder? In der Sozialpsychologie wird die Einbildung, dass andere Menschen einem viel mehr Aufmerksamkeit widmen, als es tatsächlich der Fall ist, als Spotlight-Effekt bezeichnet.

Doch wir sind nicht so interessant, dass unser Umfeld unsere Optik, Verhalten, Leistung ständig im Visier hat und bewertet. Denn sind wir ehrlich, so kreisen unsere Gedanken doch mehr um den eigenen Auftritt und die eigene Performance. Wir sinnieren, ob unsere Flachwitze beim Sektumtrunk mit dem neuen Kooperationspartner gerade noch okay waren.

Und vermutlich reflektiert Ihr Gegenüber genauso über die eigene Wirkung auf Sie, ob er nun als humorlos gilt, weil er über Ihre Gags nicht gelacht hat, anstatt Sie zu bewerten. Herrlich erleichternd, oder?

4) Kleine Gaben

Wer nicht nur nachhaltig konsumieren und agieren möchte, sondern seinen Kollegen, Kumpels oder gar Passanten eine schöne Überraschung bereiten will, gibt (aus dem eigenen Hausstand) kleine Geschenke weiter. Der schöne Schal, der schon die zweite Wintersaison mottensicher im Schrank verwaist, der fast mannshohe Stapel an aus- und durchgelesenen Büchern, das staubige Gläser-Set, das Mountainbike, dass dem Rennrad weichen musste….

Frei nach dem Motto „better living through giving“ können wir mit Dingen, die wir nicht (mehr) benötigen einem anderen Menschen eine Freude machen. Es geht hierbei nicht um einen fliegenden Flohmarkt, ganzjähriges „Schrottwichteln“ oder den Hausstand ausmisten. Vielmehr machen wir uns bewusst, mit wie vielen Dingen wir uns belasten, die wir eigentlich gar nicht nutzen oder benötigen, mit denen wir aber, einem anderen Menschen eine große Freude bereiten können.

Ob „Tauschtische“ in der Nachbarschaft oder gar im Büro, gemeinnützige Einrichtungen für Bedürftige oder einfach die Freundin, die das T-Shirt so liebt, das wir so selten tragen. Und wenn wir keine „Gabe“ verschenken, dann vielleicht eine Geste – ein offener Blick, ein echtes Lächeln oder ein Kompliment! Einfach mal machen!

 


Lena Wittneben schreibt regelmäßig für Capital.de. Sie ist systemischer Coach und Speaker – mehr unter lena-wittneben.de Der wöchentliche Interview Podcast „There is a crack in everything…“ ist gratis auf ItunesSpotify oder ihrer Webseite abrufbar.