Ihr Geld4 Grundregeln, um einfach Geld zu sparen

Symbolbild Sparen
Symbolbild SparenImage by 3D Animation Production Company from Pixabay

#1 Fürs Sparen motivieren

Kaum ein Mensch ist von Natur aus leidenschaftlicher Sparer. Daran ist auch unsere Körperchemie schuld. 10 Euro mehr auf dem Konto? Das wird selten mit einem Endorphinausstoß belohnt – ganz anders beim hektischen Online-Shopping spätabends im Bett. Da ist es entscheidend, dass man das Ziel für das Geldsparen immer fest im Blick hat. Das können konkrete Ausgaben sein, zum Beispiel ein schöner Urlaub, das Haus als Alterssicherung oder die Studiengebühren für den Nachwuchs. Aber auch Sparen gegen die Konsumsucht, die doch nur zu vollen Schränken und schlechtem Gewissen führt, kann ein Antrieb sein.

Hier ist es entscheidend, dass der Spargrund nicht nur rational, sondern vor allem emotional verdeutlicht wird. Wie wird es sich anfühlen, wenn das Ziel erreicht wird oder die Schulden endlich abbezahlt sind? Da bekommt die kurzlebige Shopping-Euphorie vermutlich sofort einen bitteren Beigeschmack. Auch die Mühe, die ernsthaftes Sparen erfordert, erscheint plötzlich nicht mehr so abschreckend.

#2 Heimliche Geldfresser entlarven

Wer weniger ausgeben will, muss zunächst wissen, wofür das Geld jeden Monat überhaupt ausgegeben wird. Die meisten Menschen haben vermutlich eine ziemlich akkurate Vorstellung davon, was sie für Miete oder Mobilfunkvertrag zahlen. Aber wie sieht es mit weiteren Fixposten wie Versicherungen, Mitgliedschaften, Abonnements oder schwankenden Ausgaben für Online-Shopping und Essenslieferungen aus?

Wer es genau wissen will oder muss, sollte sich einen Monat lang alle Ausgaben notieren, um einen genauen Überblick über Einsparpotenziale zu haben. Aber auch ein grober Überblick kann bereits für Aha-Momente sorgen. Der werktägliche Kaffee zum Mitnehmen ist vielleicht ein Muss, die überteuerte Stulle in der Mittagspause womöglich nicht. Dasselbe gilt womöglich für die seit Jahren gezahlte Auslandskrankenversicherung, obwohl es im Sommer stets an die Ostsee geht.

#3 Finanzplan erstellen

Der Posten des Finanzministers ist vielleicht nicht besonders sexy – am Ende steht aber selbst der Heimatminister als Bittsteller vor der Tür. Wer seine privaten Geldströme kontrollieren will, braucht einen Haushaltsplan. Das Budget stellt die Einnahmen den Ausgaben gegenüber. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass man nur die Summe ausgibt, die man sich wirklich leisten will. Auch hier gilt: Es muss nicht unbedingt jede Tube Zahnpasta registriert werden. Es reicht schon, wenn das Haushaltsbuch fixe Summen für beispielsweise Ernährung, Drogerieartikel und Freizeit definiert.

#4 Sparen automatisieren

Wenn Geld da ist, wird es gern ausgegeben. Jeder Akt des Sparens erfordert hingegen Energie. Damit überfordert man sich unnötig. Die naheliegende Lösung ist der Spar-Dauerauftrag. Der sorgt auf dem Hauptkonto für künstliche Geldknappheit. Überweisen Sie jeden Monat einen Beitrag auf ein separates Konto. Wichtig: Bleiben Sie realistisch und fangen Sie lieber klein an, um Zahlungsschwierigkeiten und Sparfrust zu vermeiden. Wer vorsichtig mit 50 Euro gestartet ist und nach einem Jahr den monatlichen Beitrag auf 300 Euro steigern konnte, ist hingegen zu recht stolz. Auf diese Weise wird der Akt des Sparens an sich zur Motivation.